Barsinghäuser Sportlerehrung mit Bewährtem und Premieren

Barsinghäuser Sportlerehrung mit Bewährtem und Premieren

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Barsinghausen. Es ist angerichtet: Nach der Pause im Vorjahr soll nun wieder eine Barsinghäuser Sportlerehrung stattfinden, bei der die erfolgreichen Aktiven des vergangenen Wettkampfjahres ausgezeichnet werden. Die letztjährige Unterbrechung war dem Wirrwarr um die Neuaufstellung des örtlichen Sportrings geschuldet. Wie bereits angekündigt kommt am Freitag, 31. März, zunächst der Jugendsport zu verdienter Ehre. Einen Tag später – am Samstag, 1. April – sind dann die erwachsenen Akteure an der Reihe.

Von Erk Bratke

Vorweg: Der Sportring Barsinghausen, kurz SRB genannt, scheint auf einem guten Weg. Nach der Neuorientierung durch die Wahlen bei einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juni 2016 stehen dem SRB nunmehr sieben gleichberechtigte Vorsitzende mit zugeordneten Aufgabenfeldern vor. Es gibt ein neues Leitbild und eine neue Satzung. Ebenfalls ist dem Antrag hin zum offiziell „eingetragenen Verein“ (e.V.) bereits entsprochen (Amtsgericht/Finanzamt).

Chef der Veranstaltung: Wolfgang Meier, früher als Funktionär im Schwimmsport tätig.

Die handelnden Akteure wollen dem Sport in der Deisterstadt wieder größere Tragweite vermitteln und ihn in ein besseres Licht rücken. Die jetzt anstehende Sportlerehrung 2017 ist das erste Event nach der Neustrukturierung. Mit den beiden Ehrungszeremonien soll der Basis Respekt gezollt werden. Verdiente Ehre für die sogenannten Aushängeschilder der aktiven Szene, aber auch der ehrenamtlichen Funktionsärsebene. „Einiges wird neu sein oder aber ganz einfach anders als bei vorherigen Sportlerehrungen“, teilt Wolfgang Meier auf Nachfrage mit. Er ist SRB-Vorstandsmitglied und fungiert als Veranstaltungschef.

Getrennt habe sich die Interessenvertretung der örtlichen Sportvereine vorerst von dem Gedanken eines „Ball des Sports“, so wie es die Deister-Leine-Zeitung (DLZ) in früheren Jahren als Ausrichterin der „Barsinghäuser Sportgala“ angeboten hatte. Damit einhergehend ist auch die sogenannte Publikumswahl zum Ranking der „Sportler des Jahres“ ad acta gelegt. „Es soll wieder mehr ein Abend des Sports und kein Ball des Sports sein“, erklären Hans-Heinrich Rode und Uwe Ingenhaag, die nunmehr zuständig für die Kommunikation und die Öffentlichkeitsarbeit des SRB sind.

Zechensaal – damit gehen die Veranstalter mit ihrer Sportlerehrung in eine früher schon lieb gewonnen Location zurück. Dort werden am Wochenende nahezu 200 Sportlerinnen und Sportler erwartet. Das Prozedere ist aus früheren Jahren bekannt: Vereine melden ihre erfolgreichen Akteure und Mannschaften an den SRB, der per Jury-Entscheid das Ranking festlegt. „Das muss in den nächsten Jahren aber nicht so bleiben“, bekräftigt Wolfgang Meier.

Bevor es um die Vergabe von Urkunden, Medaillen und Pokalen geht, wird an beiden Veranstaltungstagen zunächst das neu geschaffene Vereinslogo des SRB vorgestellt – im DEISTER JOURNAL bereits als Kopfbild dieses Artikels in vier Varianten zu sehen. Und wer demnächst mal Post vom Sportring erhält, wird auch die Neugestaltung des Briefpapiers vom SRB feststellen – weitgehend angelegt an ein Logo der Stadt Barsinghausen.

Post vom SRB: Der Sportring Barsinghausen präsentiert seinen neuen Briefbogen.

Um die Abläufe der Events zu strukturieren, setzt der SRB auf einen externen Moderator. Die Wahl fiel auf den früheren Lokalsportjournalisten und heutigen Boulevardblatt-Schreiber Florian Krebs (Kirchdorf). Er wird an beiden Abenden durchs Programm führen, mit Unterstützung des SRB und Sponsoren die Aktiven auszeichnen und sicherlich die ein oder andere Neuerung erklären. Für Interessierte veröffentlicht das DEISTER JOURNAL im Folgenden exklusiv die Listen der Nominierten.

Jugend-Ehrung am 31. März

Rund 190 Kinder und Jugendliche werden ab 16 Uhr (Einlass) im Zechensaal erwartet; dazu sicherlich jede Menge Trainer und Eltern der Sprösslinge. Neben den Ehrungen in den gewohnten drei Kategorien weiblich, männlich und Teams steht eine Talkrunde mit Mike Bähre aus der Jugend von Hannover 96 sowie ein Auftritt vom Kinder- und Jugendcircus Barsinghausen (KiJuCiBa) auf dem Programm. Die Veranstaltung startet um 17 Uhr und soll gegen 19 Uhr beendet sein.

Und hier die vorgeschlagenen Nominierten – Mädchen: Emily Goldmann (Schützenverein Nordgoltern), Emilie Teider (Kampfsport/TSV Kirchdorf), Laura Kamberg, Lea Zieseniß, Valerie Kamberg, Emily Preece und Charlotte Mätze (alle Schwimmen/SGS Barsinghausen). Jungen: Ziya Önder (Turnen/TSV Kirchdorf), Julian Friedrichs (Schützenverein Nordgoltern), Dennis Amrhein (Schachfreunde Barsinghausen), Lenny Sander, Maximilian Siebert, Florian Josopeit und Timon Lleshi (alle Schwimmen/SGS Barsinghausen). Mannschaften (mit rund 70 Teammitgliedern): JFV Calenberger Land (Fußball), 2x TSV Kirchdorf (Turnen), TSV Egestorf (Rugby), Basche United (Fußball) und SGS Barsinghausen (Schwimmen).

Erwachsenen-Ehrung am 1. April

Tags darauf ist um 17 Uhr Einlass im Zechensaal (Beginn 18 Uhr). Bei der Ehrungszeremonie der Erwachsenen ist das Programm wesentlich umfangreicher. Prestigeträchtig: Erstmals werden die „Roland-Freitag-Medaille“ und der „Willy-Lüpke-Preis“ an zwei besonders verdiente Sportfunktionäre gemeinsam vergeben. Hinzu kommen noch zwei weitere Sonderehrungen, deren Vergabe Premieren feiern.

Aktiv auf den Sportanlagen unterwegs: SRB-Vorstandssprecher: Berthold Kuban. Foto Bratke

Neu: Der „Preis des Bürgermeisters“ ist für die außergewöhnlichste sportliche Leistung gedacht. Hingegen richtet sich der „Preis des Rates“ an besonderes ehrenamtliches Engagement, bürgerschaftlichen Einsatz, Fairplay, Integration und Inklusion. Beide Preise sind mit jeweils 500 Euro dotiert „Wobei jeweils 100 Euro für den Geehrten persönlich bestimmt sind und 400 Euro zweckgebunden in die Jugendarbeit seines Heimatvereins oder an die Institution fließen soll, die der Sportler oder die Sportlerin vertritt“, erklärt SRB-Vorstandssprecher Berthold Kuban.

Kuban: „Der Sport muss mehr Gewicht in der Stadtgesellschaft bekommen. Dies versuchen wir nicht nur bei den Politikerinnen und Politikern im Rat, sondern auch bei den Bürgerinnen und Bürgern. In einem aktiven Menschen steckt auch ein wacher und reger Geist, der gegen gesellschaftliche ‚Verblödungstendenzen à la Crash-TV‘, gegen ‚alternative Fakten‘ und gegen fremdenfeindliche Tendenzen in unserer Stadt vorgeht.“ Für den Vorstandssprecher steht fest, dass Sportler nicht danach fragen, woher der Sportkamerad kommt oder welchen Glauben er hat. „Sportler fragen danach, ob er Lust auf ein gemeinsames Spiel, Match oder Wettkampf hat. Im Sport werden seit Jahrzehnten die Menschen integriert, die zu uns gekommen sind. Früher die Vertriebenen, später die Polen, Italiener, Spanier und Griechen, danach Türken und Kurden, dann die Russland-Deutschen und jetzt auch Syrer, Araber, Afghanen und Schwarzafrikaner“, verdeutlicht Kuban.

Mit den beiden neuen Preisen wolle der Sportring die Verbindung zur örtlichen Politik enger gestalten. „Wir hatten es ja schon bei unserer Neugründung so anvisiert und sprechen von einem Bündnis für den Sport in unserer Stadt“, ergänzt Meier.

Neben den Sonderehrungen und der Kür der „Sportler des Jahres“ (Frauen, Männer, Mannschaften) kommt es zudem zu zwei Talkrunden – einerseits mit Benjamin Chatton (Manager des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf) und andererseits mit Dirk Lücke („Turnopa“ des TSV Kirchdorf). Musikalische Begleitung gibt es auch. Sie kommt von „TNB“, einer Formation des Hannah-Arendt-Gymnasiums, sowie später zur beliebten „dritten Halbzeit“ aus der Konserve. Bleibt nur noch die Nennung der Nominierten (laut Liste SRB).

Frauen: Laura Zaremba, Kristin Glitz, Gerda Joswig, Maren Klöver, Regina Struß, Sarina Schulz und Yvonne Schmidt (alle Schwimmen/SGS Barsinghausen), Ina Wildhagen (Triathlon/TSV Barsinghausen), Angela Blume (Schützenverein Nordgoltern), Christina Lorenz und Ann-Kathrin Franke (beide Schwimmen/SGS Barsinghausen).

Männer: Rolf Kriesche (Bogenschießen/TSV Bantorf), Jörg Fischer, Jan Schalla, Günter Busche, Maximilian Lindemann, Malte Wortmann, Leo Fischer, Paul Knuth, Thomas Struß, Torsten Sander und Harald Rehn (alle Schwimmen/SGS Barsinghausen), Siegfried Lehmann, Jan Roehl und Björn Wüsteney (alle Triathlon/TSV Barsinghausen), Rüdiger Jüstel (Tanzsport/TSV Goltern), Peter Fehrmann-Nagel (Schützenverein Nordgoltern), Werner Wellhausen (Tischtennis/TSV Egestorf), Manfred Matthies (Schützenverein Egestorf 1952), Lukas Weinmeister (Schützenverein Kirchdorf), Joachim Thamm, Philipp Geilmann und Karl-Heinz Neddermeier (alle Schwimmen/SGS Barsinghausen).

Mannschaften (mit über 70 Teammitgliedern): 1. FC Germania Egestorf/Langreder (Fußball/I. Herren), TSV Kirchdorf (Turnen/TGW), TSV Barsinghausen (Basketball/I. Herren), TSV Egestorf (Tischtennis/Herren) und TSV Egestorf (Volleyball/Damen).

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