Schullandheime der Region sind beliebter denn je

Schullandheime der Region sind beliebter denn je

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Beste Belegungszahlen seit Regionsbildung / Plus 24,8 %

Region Hannover (red). Investition und Ausdauer haben sich gelohnt: Die Schullandheime der Region Hannover haben die besten Auslastungszahlen seit Regionsbildung 2001 erreicht. Insgesamt 33.169 Übernachtungen in den drei Einrichtungen – Torfhaus im Harz, Nieblum auf Föhr und Riepenburg bei Hameln – sind ein Plus im Vergleich zum Vorjahr um 24,8 Prozent. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Schullandheime“, sagt Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region Hannover. „In Zukunft wird es für die Regionsverwaltung darum gehen, die Leistungen der einzelnen Schullandheime inhaltlich und qualitativ weiterzuentwickeln und den gestiegenen Erwartungen  der Gästegruppen anzupassen.“

Im Durchschnitt waren die Schullandheime im Jahr zu 41,8 Prozent ausgelastet – ein positives Ergebnis im Vergleich zu den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Torfhaus im Harz und Riepenburg bei Hameln haben in 2016 so viele Übernachtungen gezählt wie nie zuvor: 16.028 (Torfhaus) und 10.098 (Riepenburg). Zum Vergleich die zweitbesten Belegungszahlen: 12.359 (Torfhaus) im Jahr 2007 und 9.300 (Riepenburg) in 2015. Das Schullandheim Nieblum verlor im Vergleich zu 2015: mit 7.043 Übernachtungen hat sich die Auslastung um sieben Prozent verringert (7.114 Übernachtungen in 2015). Hier investiert die Region derzeit in einen Anbau, um auch an diesem Standort die Kapazität und Attraktivität zu steigern.

„Aus den positiven Zahlen ergibt sich ein Zuschussbedarf der Region Hannover von insgesamt knapp 250.000 Euro pro Jahr“, sagt Bildungsdezernent Franz. Pro Nacht sind das durchschnittlich 7,50 Euro – fast halb so viel wie noch 2015 (14 Euro).

Idylle bei Hameln: Das Schullandheim Riepenburg. Foto: Region Hannover

Idylle bei Hameln: Das Schullandheim Riepenburg. Foto: Region Hannover

Bei Schulen aus der Region Hannover ist besonders die Riepenburg bei Hameln (75 Betten) beliebtes Ziel. Das Haus liegt direkt am Waldrand im Naturschutzgebiet – ohne unmittelbare Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Trotz oder gerade wegen dieser Abgeschiedenheit haben sich die Belegungszahlen in den vergangenen drei Jahren stark verbessert: 8.378 in 2014, 9.300 in 2015, 10.098 in 2016 (plus von 8,3 Prozent). 64 Prozent der Gäste der Riepenburg reisen aus der Region Hannover an; mehr als die Hälfte der Gäste sind Schülerinnen und Schüler. In den vergangenen Jahren sind zunehmend auch Sportgruppen auf die Riepenburg aufmerksam geworden: das Heim hat ein besonderes Angebot im „Rugby“ in ihr Programm aufgenommen.

Lohnende Investition: Das Torfhaus im Harz. Foto: Region Hannover

Lohnende Investition: Das Torfhaus im Harz. Foto: Region Hannover

Die Region Hannover hat in den vergangenen Jahren ins Torfhaus im Harz (115 Betten) investiert: die Neugestaltung des Dachgeschosses macht eine flexiblere und komfortablere Belegung möglich. Auch das Aufenthaltsangebot wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut und verbessert, das Gebäude bietet durch drei Seminar- und Unterrichtsräume gute Fortbildungsmöglichkeiten. Daher machen Schulen mittlerweile nur noch knapp 40 Prozent der Besucher aus – was dazu führt, dass die traditionell nicht durch Schulen nachgefragten Zeiten wie Ferien, Wochenenden und Zeugnistermine deutlich besser vermarktet werden konnten. Die Übernachtungszahlen: 10.226 in 2014, 10.159 in 2015 und 16.028 in 2016 (plus von 57,7 Prozent).

Lange Anreise: Das Schullandheim Nieblum auf Föhr ist die kleinste Einrichtung. Foto: Region Hannover

Lange Anreise: Das Schullandheim Nieblum auf Föhr ist die kleinste Einrichtung. Foto: Region Hannover

Nieblum auf Föhr (54 Betten) ist das kleinste der drei Schullandheime. Ein Aufenthalt erfordert von Schul- und Gästegruppen aus der Region Hannover eine vergleichsweise lange Anreise. Die Räumlichkeiten schränken zudem eine Optimierung der Belegung ein: Die zeitgleiche Unterbringung von zwei Gruppen ist nur dann möglich, wenn die jeweilige Größe 26 Personen nicht übersteigt. Das schlägt sich in den Übernachtungszahlen nieder: 6.883 in 2014, 7.114 in 2015 und 7.043 in 2016 (minus von sieben Prozent). „Hier erwartet die Region nach Abschluss der Bauarbeiten eine positive Trendwende“, so Franz abschließend.

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