„Transparenz schaffen“ auf der Grünen Woche in Berlin

„Transparenz schaffen“ auf der Grünen Woche in Berlin

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Region (red). Die Entwicklung des ländlichen Raumes, die Tierwohl-Förderung, das ELER-Projekt „Transparenz schaffen“ sowie die Förderung des heimischen Eiweißfutteranbaus sind die Schwerpunkthemen des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin, die ihre Tore ab dem heutigen Freitag, 20. Januar, bis zum 29. Januar geöffnet hat.

Zum Thema Tierwohl wird das Ministerium an seinem Stand in der Niedersachsenhalle (Halle 20, Stand 111) den Tierschutzplan Niedersachsen präsentieren. Dieser dient dazu, konkrete Verbesserungsvorschläge für mehr Tierwohl in der Landwirtschaft zu entwickeln und sie in die Praxis umzusetzen. Landwirte, die sich für eine besonders tiergerechte Haltung in ihren Ställen engagieren, werden etwa mit der Ringelschwanzprämie gefördert. Die Tierwohlprämien sind Teil des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Mit dem Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ wird eine weitere Fördermaßnahme aus diesem Programm vorgestellt. Hierdurch sollen insbesondere Kinder und Jugendliche realistische Eindrücke bekommen, wie die moderne Landwirtschaft und die Verarbeitung ihrer Erzeugnisse heute funktionieren. Gefördert werden dabei Bildungs- und Informationsveranstaltungen, aber auch Netzwerkaktivitäten von ausgewählten regionalen Bildungsträgern. Ziel ist es, dass Betriebe aus der Land- und Ernährungswirtschaft vermehrt in Kontakt mit den „Verbrauchern von morgen“ kommen. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche mehr darüber erfahren, wo die landwirtschaftlichen Erzeugnisse herkommen und wie sie produziert werden. Nur so können sie zu kritischen Verbrauchern werden“, sagt Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Das Bildungsprogramm wird vom Land in der EU-Förderperiode bis 2020 mit insgesamt 7,8 Millionen Euro finanziert. Wie eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums aussehen kann, zeigen eindrucksvoll 14 Landentwicklungsprojekte am Stand des Ministeriums.  Unterschiedliche Akteure aus den vier niedersächsischen Teilregionen Braunschweig, Leine-Weser, Lüneburg und Weser-Emspräsentieren dabei erstmals die Vielfalt an Kreativität und Fördermöglichkeiten, um Dörfer und ländliche Räume lebenswert weiter zu entwickeln. „Die hier gezeigten Beispiele stehen stellvertretend für viele gute Projekte im ganzen Land und zeigen eindrucksvoll, wie Bürgerengagement und staatliche Unterstützung die Lebensqualität in den Dörfern verbessern“, so Minister Meyer.

Die guten Ideen und Konzepte reichen dabei von der medizinischen Versorgung – vorgestellt am Beispiel des Gesundheitszentrums Ottersberg – bis zu Naturschutz und Tourismus im Bourtanger Moor, von der erfolgreichen Inklusion in Neuerkerode bis zur Online-Plattform „denkmal-alarm.de“ für den Erhalt des kulturellen Erbes in der Region Weser-Ems. Am Stand besteht Gelegenheit für einen Austausch mit vielen Akteuren aus Dörfern, Regionen und zuständigen Ämtern. Die Projekte zur Dorfentwicklung werden in der aktuellen Förderperiode durch das Land mit insgesamt mehr als 200 Millionen Euro gefördert.

Abgerundet wird die Präsentation am Stand in der Niedersachsenhalle mit dem Projekt „Eiweißfutter aus Niedersachsen“. Das Land will den Anteil von heimisch erzeugten Eiweiß-Futtermitteln in der Tierfütterung deutlich erhöhen, um eine sinnvolle und nachhaltige Alternative zu importierten Futtermitteln – wie etwa gentechnisch verändertes Sojafutter – zu schaffen. Dabei sollen die Erzeugung, die Vermarktung, die Verarbeitung sowie der Handel berücksichtigt werden (www.eiweissfutter-aus-niedersachsen.de). Den Flyer gibt es hier: Flyer_1_EFN

Der Stand des Ministeriums wird von zahlreichen Partnern und Organisationen getragen. Agrarminister Meyer: „Ich möchte allen Akteuren danken, die sich so engagiert für einen gelungenen Messeauftritt in der Niedersachsenhalle einsetzen. Auf der IGW wird dadurch wieder einmal deutlich, wie vital und lebenswert unsere ländlichen Räume sind.“ Die Gesamtkoordination des Auftritts hat in diesem Jahr das Amt für regionale Landesentwicklung (ARL) Weser-Ems übernommen. Ein wichtiger Kooperationspartner ist die Arbeitsgemeinschaft „Urlaub und Freizeit auf dem Lande“, die ebenfalls Beispiele ihres Engagements für die ländlichen Räume Niedersachsens präsentiert.

Mehr Informationen zu allen Projekten unter www.zile.niedersachsen.de

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