Es gibt Geld – für Reiter, Schützen, Fußballer und andere Sportler

Es gibt Geld – für Reiter, Schützen, Fußballer und andere Sportler

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Region (eb). Es ist einer der beliebtesten Termine von Vereinsfunktionären – die symbolische Scheckübergabe für Zuschüsse im Sportstättenbau. Jährlich lädt der Regionssportbund (RSB) Hannover die betreffenden Adressaten dazu ins Haus der Region nach Hannover ein. Am Montag, 13. Februar, ist es abermals so weit: Über 520.000 Euro werden an 38 Antragssteller verteilt.

„Zuschüsse Sportstättenbau 2017“ heißt der Titel für die Teilnehmer im Sitzungssaal des Regionshauses an der Hildesheimer Straße. Verteilung der Zuschüsse für den Sportstättenbau 2017 durch den Regionssportbund Hannover. Das Prozedere ist gegenüber den Vorjahren unverändert: Der RSB verteilt vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport dem Landessportbund (LSB) Niedersachsen zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel an Vereine, die eine entsprechende Förderung beantragt haben.

38 Vereine hatten 40 Anträge für das Baujahr beim RSB eingereicht – für Bestandssicherung oder Bestandsentwicklung ihrer Sportstätten. Das ergab in der Summe ein Volumen von mehr als 2,3 Millionen Euro. Der LSB bezuschusst die Maßnahmen der Sportvereine in der Region Hannover mit der Gesamtfördersumme von 522.005,00 Euro.

Die Förderung der Baumaßnahmen erfolgt nach folgenden Richtlinien: Bei Maßnahmen zur Bestandssicherung beträgt die Bezuschussungshöhe maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 100.000 Euro). Maximal 35 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 100.000) beträgt die Bezuschussungshöhe bei Maßnahmen der Bestandsentwicklung. Die Mindestinvestitionssumme förderfähiger Baukosten beträgt 5.000 Euro. Die Höhe des Förderungsbetrags hängt freilich von der im Antragsjahr dem LSB zur Verfügung stehenden Geldmittel ab.

In dem Reigen der 38 Regionsvereine befinden sich mit den Mehrspartenvereinen SV Gehrden und TSV Wennigsen sowie dem Fußballclub Germania Egestorf/Langreder und dem Reit- und Fahrverein St. Georg aus Barsinghausen auch vier Antragsteller aus dem Deistervorland.

Im Verhältnis lesen sich die Antragssummen des SVG und des RuF St. Georg eher klein. Letzterer investiert für die Sanierung der Dachkehle über der Reithalle rund 6.500 Euro. Der SVG setzte gut 35.000 Euro für die energetische Sanierung ein – die beinhaltet die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, den Duschbereich, die Heizungsanlage, eine Fluchttür sowie die Fenster im Sportgebäude.

Die Erweiterung der Sportanlage an der Ammerke kostete den 1. FC Germania Egestorf/Langreder rund 108.000 Euro. „Das bezog sich beispielsweise auf den Zaunbau im Zuschauerbereich, die Einrichtung von Sanitäranlagen inklusive der Leitungen sowie Tiefbauarbeiten“, verdeutlichte Schatzmeister Andreas Nikolai, Schatzmeister der Germanen. Etliche Maßnahmen waren durch den Regionalliga-Aufstieg erforderlich geworden. Die meisten Arbeiten sind an der Ammerke bereits abgeschlossen, so Nikolai.

Farbwechsel: Im Winterkleid zeigt der Wennigser Aschenplatz die Vereinsfarben Rot und Weiß. Der rote Tennenbelag soll nun allerdings einem grünen Kunstrasen weichen. Fotos: Bratke

Noch tiefer in die Vereinskasse greift der TSV Wennigsen. Am Bröhnweg soll der bisherige Aschenplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Rund 292.000 Euro plant der TSV für die Umgestaltung des Spielfeldes, wodurch die Fußballsparte wesentlich flexibler agieren könnte. Finanzielle Risiken will Vorsitzender Jürgen Stegen allerdings nicht eingehen. Er rechnet mit der 30-prozentigen Förderung durch Land, LSB und RSB. Läuft  alles nach Plan, so könnte bereits zur neuen Spielserie nach Barsinghausen, Kirchdorf, Egestorf und Gehrden dann auch in Wennigsen auf einer „Plastikwiese“ gekickt werden.

Neben den Wennigsern gibt es weitere drei Vereine, deren Anträge ebenfalls in größeren Dimensionen ausfielen. Da ist beispielsweise der TSV Pattensen, der für den Umbau seiner Tribüne und der Erneuerung des Umkleide- und Sanitärtraktes etwa 220.000 Euro einsetzt. Für den Neubau einer Segelflughalle investiert der Luft SV Burgdorf fast 260.000 Euro. Was die Antragshöhe anbelangt, so schießt der SV Ihme/Roloven mit rund 400.000 Euro den Vogel ab. Dort soll in den Umbau und die Erweiterung des Sportheims investiert werden.

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