Hallenkick: Gelingt dem TSV Kirchdorf ein weiterer Coup?

Hallenkick: Gelingt dem TSV Kirchdorf ein weiterer Coup?

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Barsinghausen (eb). Budenzauber unterm Hallendach – nicht selten wird diese Schlagzeile für den Fußballsport im Winterhalbjahr gewählt. Während der jüngere Nachwuchs der Regionsvereine bereits nach den Herbstferien vom Feld in die Sporthalle wechselte, um Tore im Sparkassen-Hallenpokal (Kreismeisterschaft) zu erzielen, sind seit einigen Tagen auch die Herrenmannschaften wieder „indoor“ aktiv.

Auch die „Großen“ nutzen die punktspielfreie Zeit, um möglichst viele Treffer in den kleineren Toren unterzubringen – mit oder ohne Vollbande, gelegentlich mit kleinen Zaubertricks (wie technische Kabinettstückchen genannt werden), weitgehend ohne Grätsche, mitunter aber mit kleineren Reibereien wegen allzu robuster Spielweise oder einfach wegen ganz normaler Derby-Rivalität. Alles zusammen ergibt dann eben den Budenzauber unterm Hallendach – zumeist mit Spektakel-Charakter für die begeisterte Anhängerschar.

Hallo-Cup 2016

So geschehen beispielsweise auch beim Hallo-Cup in der Barsinghäuser Glück-Auf-Halle. Seit den 1970er Jahren ist das Weihnachtsturnier des TSV Barsinghausen fester Bestandsteil im jährlichen Sportkalender. Nach mehreren Namenswechseln wird mittlerweile seit 2012 eben um jenen Pokal der gleichnamigen Wochenblätter gekickt – und natürlich um die ausgelobten Preisgelder sowie diesmal erstmals auch um die begehrten Masters-Punkte (dazu später mehr).

 

Zuschauergunst: Die Barsinghäuser Glück-Auf-Halle ist seit Jahrzehnten beliebter Treffpunkt am 2. Weihnachtsfeiertag.

Zuschauergunst: Die Barsinghäuser Glück-Auf-Halle ist seit Jahrzehnten beliebter Treffpunkt am 2. Weihnachtsfeiertag.

Kurz zurück geblickt: Die Erstauflage beim Hallo-Cup gewann das Veranstalterteam vom TSV B I (7:6-Finalsieg über den TSV Kirchdorf), dem der Mühlenberger SV als Sieger 2013 folgte. Die beiden folgenden Jahre sahen wiederum die „Barsinghäuser Jungs“ ganz vorn, die sich mehr und mehr zu wahren Hallenspezialisten entwickelten. Um ein Haar wäre das Tripple bei der diesjährigen Neuauflage gelungen, wenn da nicht der Fehlschuss von Marvin Körber im entscheidenden Neunmeterschießen gewesen wäre. So gewann der TSV Kirchdorf den Cup 2016 nach einem packenden Finale (2:2) schlussendlich mit 5:4.

Insgesamt war das Turnier am 2. Weihnachtsfeiertag aber wieder ein voller Erfolg für die „Grün-Weiß-Roten“. Über 300 Zuschauer hatten ihren Spaß am traditionellen Barsinghäuser Hallenkick. Dabei zeigten die zwölf teilnehmenden Teams keine Spur von Festtagsmüdigkeit und geizten folgerichtig nicht mit Toren. Allen voran eben der gastgebende Bezirksligist, der mit dem 10:0 über den VSV Hohenbostel (in elf Spielminuten!) und dem 9:1 über den MTV Lemmie die höchsten Tagessiege feierte.

Unterer Kreisfußball: Premiere feierte die neu gebildete III. Herren des TSV B, die sich gegen den MTV Lemmie mit 2:4 geschlagen geben musste – hier versucht sich Tobi Mehrkens gleich gegen drei Lemmier.

Unterer Kreisfußball: Premiere feierte die neu gebildete III. Herren des TSV B, die sich gegen den MTV Lemmie mit 2:4 geschlagen geben musste – hier versucht sich Tobi Mehrkens gleich gegen drei Lemmier.

Freilich gab es auch knappe Resultate, aber nur zwei Unentschieden in den 30 Vorrundenbegegnungen. Die zahlreichen Ortsderbys fanden zumeist klare Sieger. Das blieb auch in den beiden Halbfinalpartien so: Der TSV Kirchdorf zog mit einem 8:1 über den TSV Kolenfeld – eine Kreisliga-Topduell – ins Finale ein. Im Bezirksligaduell schoss der TSV Barsinghausen den FC Springe mit 7:3 ab. Was folgte war besagtes Finale mit wechselnden Führungen und schließlich dem besseren Ende für die „Schwarz-Weißen“ aus Kirchdorf (Hallo-Cup-Sieger 2016).

Als Drittplatzierter hatte aber auch der FC Springe noch etwas zu feiern, denn Lennart Janzen wurde zum besten Torhüter des Turniers gekürt und Ferhat Arslan holte sich mit 16 Treffern den Titel des Torschützenkönigs. Den Preis dafür überreichte Dennis Völkers, der übrigens bei der Hallo-Cup-Premiere 2012 selbst als treffsicherster Schütze ausgezeichnet worden war und heute mittlerweile als Stellvertretender Spartenleiter der TSV B-Kicker fungiert. Kinder, wie die Zeit vergeht!

Spiel um Platz 3: Bezirksligist FC Springe (ohne Leibchen) spielte mit dem TSV Kolenfeld im kleinen Finale Katz und Maus – 6:0.

Spiel um Platz 3: Bezirksligist FC Springe (ohne Leibchen) spielte mit dem TSV Kolenfeld im kleinen Finale Katz und Maus – 6:0.

Abermals hatten sich die „Barsinghäuser Jungs“ mit der sogenannten Sponsorenminute ein besonderes Schmankerl parat. Turniersprecher Holger Bratke kündigte in den jeweiligen Partien die „wertvollen“ 60 Sekunden an. Gelang in dieser Zeit ein Treffer, so konnte sich das betreffende Team über 15 Euro für die Mannschaftskasse freuen. Ein Instrument, das im Erfolgsfall auch Mannschaften bediente, die eher nicht zu den Favoriten gehörten. Und wurde auf beiden Seiten in der Sponsorenminute vehement und erfolgreich verteidigt, so ging die Zahlung der TSV-Partner in den Pool des Jugendfördervereins der TSVer.

Good Job: Die TSV-Kicker Marcel Dunsing, Luca Triebsch, Marvin Körber und Alexander Wissel (von links) hatten auch beim Catering alles im Griff.

Good Job: Die TSV-Kicker Marcel Dunsing, Luca Triebsch, Marvin Körber und Alexander Wissel (von links) hatten auch beim Catering alles im Griff.

„Die Sponsorenminute haben wir uns bei unseren Turnierauftritten im Hamelner Raum abgeguckt. Das kommt auch hier gut an“, befand Marcel Dunsing. Der Abwehrchef des TSV B hatte wie all seine Teamkollegen ganze Arbeit bei der Vorbereitung geleistet – mittlerweile obliegt die Turnierorganisation nahezu komplett in den Händen der I. Herrenmannschaft. So sah man die „Barsinghäuser Jungs“ nicht nur auf dem Hallenparkett wetteifern, sondern auch beim – sagen wir mal – Brötchenschmieren im Cateringbereich.

MTM-Cup in Kirchdorf

Der Sieg beim Hallo-Cup war sicherlich Balsam für die Seele der „Schwarz-Weißen“. Immerhin hatte der Club in den vergangenen Monaten mehr durch seine drohende Insolvenz in den Schlagzeilen gestanden. Im Schulzentrum am Spalterhals feiert nun der MTM-Cup seine dritte Auflage. Gelingt den Gastgeber erneut ein Coup? Zweifellos wollen die Kirchdorfer auch beim eigenen zweitägigen Turnier am 7./8. Januar das große Los ziehen.

Für die Freunde: Kirchdorfs Team schoss nach dem Turniersieg beim Nachbarn sogleich ein Selfie.

Für die Freunde: Kirchdorfs Team schoss nach dem Turniersieg beim Nachbarn sogleich ein Selfie.

Insgesamt 15 Teams haben für den MTM-Cup 2017 zugesagt. Gespielt wird zunächst in drei Vorrundengruppen – Gruppe A: 1. FC Germania Egestorf/Langreder II, TSV Kirchdorf II, Basche United A-Junioren, TSV Bisperode, TSV Bantorf; Gruppe B: TSV Hagenburg, TSV Kirchdorf I, TSV Barsinghausen II, DJKSC Polonia Hannover, TuS Kleefeld; Gruppe C: TSV Barsinghausen I, TuS Davenstedt, VSV Hohenbostel, SG Bredenbeck, SF Anderten.

Turnierbeginn ist am Samstag, 7. Januar, um 11 Uhr. Bis 18.30 Uhr laufen die Vorrundenbegegnungen. Tags darauf geht’s um 11 Uhr mit der Zwischen- und Finalrunde weiter. Das Endspiel soll gegen 15.45 Uhr angepfiffen werden. Wenig später kann der Turniersieger seine 400 Euro-Prämie in Empfang nehmen. „Natürlich ist auch bei uns für das leibliche Wohl gesorgt. Unter anderem gibt es Schmuses Bratwurst vom Grill“, blickte Cheforganisator Jörg Trampenau mit einem Schmunzeln voraus.

NDZ-Cup in Springe

Tradition hat auch der NDZ-Cup in Springe, der zeitgleich zum MTM-Cup am 7./8. Januar im Schulzentrum-Süd über die Bühne geht. Aus diesem Grund sind weder die Barsinghäuser noch die Kirchdorfer TSV-Kicker auf der gegenüberliegenden Seite des Deisters am Start. Gleichwohl hat der gastgebende FCS eine Reihe von Clubs aus dem Calenberger Land dabei.

Ausgezeichnet: Dennis Völkers (Mitte), selbst schon Hallo-Cup-Torschützenkönig und heute Stellvertretender Abteilungsleiter, überreichte die Preise an Lennart Janzen (bester Torwart) und Ferhat Arslan (bester Torschütze).

Ausgezeichnet: Dennis Völkers (Mitte), selbst schon Hallo-Cup-Torschützenkönig und heute Stellvertretender Abteilungsleiter, überreichte die Preise an Lennart Janzen (bester Torwart) und Ferhat Arslan (bester Torschütze).

In Gruppe A spielen der HSC Hannover (Titelverteidiger), VfL Nordstemmen, Eintracht Hiddestorf, FC Springe (A-Junioren) und Fortuna Sachsenross. Der Gruppe B wurden der FC Springe, SC Hemmingen/Westerfeld, TSV Goltern, TSV Nettelrede und die SG Bredenbeck zugelost. In Gruppe C treffen der FC Eldagsen, SV Gehrden, FC Bennigsen, TSV Wennigsen und der SV Altenhagen aufeinander. Indes melden die Veranstalter eine Neuerung beim NDZ-Cup. Erstmals soll in der Halle des Schulzentrums mit der sogenannten Vollbande gespielt werden.

Sportbuzzer-Masters

Prestigeträchtig sind die drei vorgenannten Hallenturniere allemal – in diesem Jahr umso mehr, weil alle drei Wettbewerbe in den Qualifikationsreigen zur Teilnahme am hannoverschen Masters-Turnier eingereiht wurden. Nach der Premiere in diesem Jahr folgt die Neuauflage dieser hoch interessanten Finalrunde am Sonntag, 29. Januar, von 13 bis 19 Uhr in der Swiss-Life-Hall. Gesprochen wird von einem Festtag für Hannovers Fußballszene, bei dem die zwölf besten Hallenteams um den großen Pokal und insgesamt 5000 Euro Preisgeld kicken.

Bei insgesamt 15 Turnieren können die Mannschaften Punkte sammeln. Die jeweils drei besten Ergebnisse pro Team gehen in die Wertung ein. Den Auftakt bildete der Hallo-Cup in Barsinghausen. Auch Springe und Kirchdorf gehören zu den Wertungsturnieren, die am 22. Januar beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und beim FC Bennigsen abgeschlossen werden.

Größte Fangruppe: Beim ersten Masters-Finale in der Swiss-Life-Hall stellten die „Barsinghäuser Jungs“ die zahlenmäßig größte Anhängerschar.

Größte Fangruppe: Beim ersten Masters-Finale in der Swiss-Life-Hall stellten die „Barsinghäuser Jungs“ die zahlenmäßig größte Anhängerschar.

Zur Erinnerung: Im Vorjahr hatten sich sowohl der TSV Barsinghausen als auch der 1. FC Germania Egestorf/Langreder für das Masters in Hannover qualifiziert. Während die Germanen vor gut 2000 Zuschauern vorzeitig die Segel streichen mussten, spielten sich die TSV-Kicker bis ins Viertelfinale. Das Aus kam für die Kropp-Elf gegen den FC Springe.

Und wenn schon mal von einem Fußballfest die Rede ist, so wollen sich die drei Barsinghäuser Stadtteilclubs gern selbst einladen – und die nötigen Punkte für das Masters auf etlichen Turnieren sammeln. Auch Bezirksliga-Spitzenreiter Germania Egestorf/Langreder hat diesen Wunsch. Spielertrainer Michael Jarzombek outete sich als bekennender Hallenfußball-Fan. Wie der TSV B und der TSV K ist er mit seinem Team bei mehreren Wertungsturnieren am Start.

Dewezet-Supercup

Es wird der größte Supercup aller Zeiten! Vollmundig machen die Veranstalter auf ihr Event in der Hamelner Rattenfängerhalle aufmerksam. Am 28. Januar steigt das Hallenfußball-Turnier der Deister-Weser-Zeitung (Dewezet) zum zehnten Mal. Die begehrte Supercup-Finalrunde feiert also runden Geburtstag. Ganz groß, denn erstmals sind bei dem Herrenturnier nicht – wie in den Vorjahren – „nur“ zehn Mannschaften am Start, sondern 16. So viel wie nie zuvor.

Runder Geburtstag: Der Hamelner Supercup feiert mittlerweile seine zehnte Auflage.

Runder Geburtstag: Der Hamelner Supercup feiert mittlerweile seine zehnte Auflage.

Der 10. Supercup ist mit über 6000 Euro dotiert – eine stolze Summe. Neu ist, dass das Herrenturnier – wie bei der Premiere 2008 – an einem Tag über die Bühne gehen wird. Start ist am Samstag um 10.30 Uhr (Finale gegen 20 Uhr). „Und weil das Turnier einen runden Geburtstag feiert, haben wir uns dazu entschlossen, mit Preußen Hameln 07, Blau-Weiß Tündern, der SSG Halvestorf, der SG Hameln 74, dem TSV Bisperode und dem Titelverteidiger FC Eldagsen alle sechs bisherigen Supercup-Gewinner einzuladen“, sagt Claudia Bubat vom Organisationsteam der Dewezet. Das heißt, sechs der insgesamt 16 Startplätze sind bereits vergeben.

Fast wäre auch der TSV Barsinghausen gesetzt gewesen – wenn die „Barsinghäuser Jungs“ beim jüngsten Supercupfinale im Januar 2016 nicht dem FC Eldagsen mit 1:2 im „Shoot-Out“ unterlegen gewesen wären. „Auf ein Neues“ könnte man meinen, denn die TSVer bei einigen Qualifikationsturnieren wieder dabei. Beim Citipost-Cup in Aerzen klappte es noch nicht so gut – Platz 6. „Mehr Quali-Punkte sollen beispielsweise bei der WTW-Humboldt-Trophy in Wallensen oder beim Stiller-Cup der SG Hameln 74 herausspringen“, erklärte Alexander Wissel, der den Turnierreigen der Barsinghäuser zusammenstellte.

Lautstark: Zweifellos würde sich der Barsinghäuser Anhang über die erneuten Finalteilnahmen ihres Teams – wie hier in Hamelns Rattenfängerhalle – freuen. Fotos : Bratke

Lautstark: Zweifellos würde sich der Barsinghäuser Anhang über die erneuten Finalteilnahmen ihres Teams – wie hier in Hamelns Rattenfängerhalle – freuen. Fotos : Bratke

Qualifizieren können sich übrigens wieder alle Erste-Herren-Mannschaften der Vereine aus Hameln-Pyrmont und den Nachbarlandkreisen Holzminden und Schaumburg sowie der Region Hannover. Das wurde bei der Sitzung der neun Vereine, die sich bei der Ausrichtung der Qualifikationsturniere für den Supercup abwechseln einstimmig beschlossen. Gemeinsam sei die Hamelner zu dem Ergebnis gekommen, dass die auswärtigen Mannschaften, insbesondere die, die in der Bezirksliga oder höher spielen, aus sportlicher Sicht eine Bereicherung für die Hameln-Pyrmonter Hallenfußballturniere sind. Dies wurde ja auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Immerhin triumphierte der FC Eldagsen als erster „Exot“ beim Supercup – gemeinsam mit dem TSV Barsinghausen im Finale.

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