Immer wieder gern: Gesucht werden die Sportler des Jahres

Immer wieder gern: Gesucht werden die Sportler des Jahres

Share Button

Barsinghausen (eb). Gesucht werden Vorbilder, starke Typen, unerschrockene Newcomer, willensstarke Dauerbrenner, Sportler mit und ohne Handicap. Alljährlich hoffen Spitzensportler, aber auch Amateure noch einmal auf den Sprung aufs Treppchen, wenn es um die Wahl der Sportler des Jahres geht – egal, ob auf überregionaler, regionaler und lokaler Ebene.

Baden-Baden ist bereits Geschichte. Zum nunmehr 70. Mal feierten Deutschlands Elite-Sportler ein rauschendes Fest – und die verdienten Sieger. Seine „ganz persönliche Krönung“ fiel aus: Der jüngst zurückgetretene Formel 1-Weltmeister Nico Rosberg (Rang 3/1487 Punkte) musste sich Olympia-Goldmedaillengewinner Fabian Hambüchen (Sieger mit 3695 Punkten) geschlagen geben. Am Turner Hambüchen kam auch der Ironman-Weltmeister nicht vorbei. Triathlon-Ass Jan Frodeno erreichte Platz 2 mit 2410 Punkte.

Bei den Frauen ging freilich kein Weg an Angelique Kerber vorbei. Für die Tennis-Ikone war das Jahr wie ein Märchen: Weltranglisten-Erste, Siegerin Australian- und US-Open, Finale von Wimbledon, Rio und der WTA-WM. All das brachte ihr einen überragenden Sieg, und zwar mit 4664 Punkten vor Laura Dahlmeier (Biathlon/1940) und Kristina Vogel (Radsport/1845).

Favoritensiege möchte man meinen. Spannender verlief die Wahl bei den Mannschaften, wo der Beachvolleyball das Rennen machte. Die Sportjournalisten des Landes stuften den historischen Sieg von Laura Ludwig und Kira Walkenhorst im Mutterland des Beachvolleyballs am höchsten ein. Vor 12.000 frenetischen Zuschauern an der Copa Cabana besiegten sie im Finale die Weltmeisterinnen aus Brasilien – Gold! Mit 3898 Punkten verwiesen sie die Handball-Nationalmannschaft der Männer auf den Silberrang 2 (3123) und die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen auf Platz 3 (2272).

Starke Persönlichkeiten, erfolgreich durch Leistung und Haltung, stehen auch im Fokus der Sportlerwahl von Hannovers Tageszeitung „Neue Presse“ – hier eher auf die regionale Popularität bezogen. Anders als im bundesweiten Wettbewerb stellt diese Kür eine reine Publikumswahl dar, bei der neben zehn Vorschlägen auch eigene Kandidaten in den drei Kategorien ins Rennen geschickt werden können.

Bemerkenswert aus Sicht des Deisterlandes ist hier sicherlich die Nominierung des 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Die Kicker von der Ammerke qualifizierten sich durch ihren Aufstieg in die Regionalliga-Nord und stehen somit in einem illustren Feld neben den Teams von Hannover 96, Waspo 98, den Recken der TSV Hannover-Burgdorf, der Hannover Indians und anderen. Die Präsentation von Hannovers Sportler des Jahres erfolgt bei der großen Gala am 24. Januar 2017 im Theater am Aegi.

Nach überregional und regional folgt lokal, womit ein drittes Beispiel genannt werden soll. In Barsinghausen will der vor knapp einem halben Jahr neu formierte Sportring (SRB) nach einjähriger Unterbrechung dafür sorgen, dass auch in der Deisterstadt die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler wieder zu nachträglichen Ehren kommen. Bei den Modalitäten greift der SRB auf eine frühere Verfahrensweise zurück, soll heißen: Der Sportring-Vorstand ruft alle städtischen Sportvereine zur Mithilfe auf.

Jubel: Der 1. FC Germania – hier Trainer Jan Zimmermann und Kapitän Mirko Dismer – hatten in 2016 gleich mehrfach Grund zum Jubeln. Die Regionalliga-Aufsteiger sind Kandidaten bei Hannovers Sportlerwahl, dürften aber auch bei der Barsinghäuser Sportlerehrung eine gute Rolle spielen. Foto: Bratke

Jubel: Der 1. FC Germania – hier Trainer Jan Zimmermann und Kapitän Mirko Dismer – hatten in 2016 gleich mehrfach Grund zum Jubeln. Die Regionalliga-Aufsteiger sind Kandidaten bei Hannovers Sportlerwahl, dürften aber auch bei der Barsinghäuser Sportlerehrung eine gute Rolle spielen. Foto: Bratke

Die Neuauflage der Barsinghäuser Sportlerehrung geht an eine alte Stätte zurück, denn bereits in früheren Jahren fand das Event im Zechensaal des Besucherbergwerks statt. Ganz konkret steht der Veranstaltungstermin noch nicht fest. „Mit dem 31. März und dem 1. April 2017 haben wir zwei Termine ins Auge gefasst“, teilte Uwe Ingenhaag vom Organisationsteam des Sportrings mit. Indes wurden alle Mitgliedsvereine schriftlich benachrichtigt. Sie sollen sich an der Ermittlung der zu ehrenden Sportler beteiligen und ihre Vorschläge einreichen. Als Einsendeschluss für die Meldungen nannte Ingenhaag den 31. Dezember 2016. „Meldungen, die bis zum 15. Januar eingehen, werden noch berücksichtigt. Danach ankommende Meldungen entfallen“, meldete der SRB-Pressesprecher.

Neben den obligatorischen drei Kategorien Frauen, Männer und Mannschaften soll auch das Ehrenamt gebührend benannt werden. „Es ist ja bekannt, dass es immer schwieriger wird, Menschen für das ehrenamtliche Engagement zu gewinnen. Deshalb wollen wir auch die langjährige und herausragende ehrenamtliche Tätigkeit für den Sport auszeichnen und diese Ehrung während der Veranstaltung etwas mehr in den Fokus stellen“, verdeutlichte Uwe Ingenhaag.

Zwei weitere Preise gehören ebenfalls zur Zeremonie: So besteht die Möglichkeit, eine Person oder eine Mannschaft mit dem „Preis des Bürgermeisters“ für eine herausragende sportliche Leistung abseits üblicher Platzierungen und Titelgewinne auszuzeichnen. Obendrein würdigt der „Preis des Rates der Stadt Barsinghausen“ eine herausragende Leistung in der sportlichen Integration oder besonderes Fairplay. Der Sportring hofft natürlich auf große Unterstützung seiner Mitgliedsvereine. Nachdem die Kandidatenvorschläge eingegangen sind, soll eine Jury oder der Sportring-Vorstand die Vorschläge bewerten.

Zur Erinnerung: Im März 2015 fand die bislang letzte Barsinghäuser Sportlerehrung statt. Nach einjähriger Unterbrechung werden nun also die Nachfolger gesucht – und zwar für Mieke Düvel (Handball) bei den Frauen, Leo Fischer (Schwimmen) bei den Herren sowie bei den Mannschaften für die A-Jugendteams des HV Barsinghausen (Handball) und des JFV Calenberger Land (Fußball).

Merken

Merken

weitere Artikel