LSB hofft auf mehr Geld – RSB kämpft für seine Sportvereine

LSB hofft auf mehr Geld – RSB kämpft für seine Sportvereine

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Hannover (eb). Sieben Millionen Euro und mehr: Der organisierte Sport in Niedersachsen fordert mehr Geld vom Land. Beim 42. Landessporttag des Landessportbundes (LSB) Niedersachsen bestärkten die Delegierten das Präsidum um LSB-Chef Wolf-Rüdiger Umbach darin, für eine Erhöhung der Sportförderung zu kämpfen und spätestens 2019 zu erreichen. Indes wurde die finale Abstimmung um eine geplante Beitragserhöhung auf Antrag des Regionssportbundes (RSB) Hannover vertagt.

Bei der anvisierten Erhöhung von Landesmitteln für den Sport sieht der LSB gute Chancen. Hoffnung mache vor allem die neue Landesregierung aus SPD und CDU. LSB-Präsident Umbach verwies auf die Koalitionsvereinbarung, in der die Absicht festgehalten wurde, „für den Sport die erforderlichen Mittel“ bereitzustellen und ein Sanierungs- und Investitionsprogramm für kommunale Sportstätten aufzulegen. Der LSB ging noch einen Schritt weiter und forderte die Einbeziehung von Vereinssportstätten in das Programm. Umbach: „Wir sind überzeugt davon, dass der Sport in Niedersachsen mehr Mittel benötigt.“ Im Vorfeld der jüngsten Landtagswahl habe man von mindestens sieben Millionen Euro jährlich gesprochen.

Abwarten heißt es also zum Thema „Erhöhung der Sportförderung“. Gleichwohl kämpfte der RSB erfolgreich für seine angeschlossenen Vereine und verhinderte eine vorzeitige Beitragserhöhung. Gute Nachricht also für die lokalen Sportvereine. Der LSB hatte die Anhebung der Vereinsabgaben ab dem Jahr 2020 geplant. Im Vorfeld hatte der RSB hierzu einen Antrag auf Verschiebung der Entscheidung über diese Beitragsanpassung gestellt, da der Vorstand im Interesse seiner Vereine zunächst eine nachvollziehbare Begründung vorgelegt bekommen will, warum es schon wieder zu einer Beitragserhöhung kommen solle.

Mutiges Eintreten: RSB-Vorsitzender Joachim Brandt.

Mutiges Eintreten: RSB-Vorsitzender Joachim Brandt.

„Es ist für uns nach wie vor nicht nachvollziehbar, warum unsere Vereine schon wieder mehr belastet werden sollen. Der 42. Landessporttag ist deshalb ein Meilenstein in der Geschichte des LSB. Heute ist sichtbar geworden, was es bedeutet, wenn Sportbünde und Fachverbände geschlossen agieren. Dies hat dazu geführt, dass die unterschiedlichsten Anträge im Sinne des Sports und nicht gegen das Präsidium beschlossen worden sind. Für diese gezeigte Solidarität und Unterstützung spreche ich allen Beteiligten aus vollem Herzen ein Dankeschön aus“, bekräftigte Joachim Brand als Vorsitzender des Regionssportbundes.

Fordert stichhaltige Argumente: Ulf Meldau, stellvertretender Vorsitzender des Regionssportbundes Hannover. Fotos: RSB

Fordert stichhaltige Argumente: Ulf Meldau, stellvertretender Vorsitzender des Regionssportbundes Hannover. Fotos: RSB

Kritisch äußerte sich auch Ulf Meldau, der stellvertretende RSB-Vorsitzende und Chef vom SV Lehrte 06. „Der RSB wird die weitere Entwicklung kritisch begleiten, da uns die enge Finanzlage unserer Mitgliedsvereine bewusst ist. Zudem ist für uns nicht erkennbar, wofür eine Mehreinnahme bei den Beiträgen verwendet werden soll. Allerdings sollten sich unsere Vereine darauf einstellen, dass es eventuell zu einer Beitragsanpassung ab dem Jahr 2020 kommen kann. Wenn die Notwendigkeit durch stichhaltige Argumente seitens des LSB belegt wird, können auch wir uns unserer Verantwortung nicht entziehen.“

Der RSB hatte aus Rücksicht auf seine Vereine im vergangenen Jahr nur den Grundbeitrag erhöht und auf eine Beitragserhöhung pro Kopf verzichtet, obwohl auch hier eine Notwendigkeit einer Beitragsanpassung durchaus gesehen wurde. Da sich der RSB aber seiner Verantwortung bewusst ist, wurde die Beitragsanpassung zunächst zurückgestellt. Mit den gleichen Argumenten wie im Jahr 2011 hatte nun der LSB versucht, die Sportbünde und auch die Fachverbände zu einer Zustimmung zu einer Betragserhöhung zu bewegen. Zunächst jedoch ohne Erfolg: Mit einer knappen Mehrheit wurde nämlich der Antrag des RSB angenommen, was zur Folge hat, dass der LSB nun beauftragt ist, einen Verwendungsnachweis zu erstellen – und zwar in Form einer nachvollziehbaren Aufgaben- und Ausgabenbeschreibung und darzulegen, warum Vereine ab dem Jahr 2020 mehr belastet werden sollen.

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