U18 Junioren des NFV ohne Torerfolg und Punktgewinn Letzter

U18 Junioren des NFV ohne Torerfolg und Punktgewinn Letzter

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Barsinghausen (red). Der Satz vom „historisch schlechten Abschneiden“ machte nicht die Runde. Allerdings konnte sich keiner der Beteiligten, ob Trainer oder Funktionäre, daran erinnern, dass Niedersachsen bei einem U18-Nordturnier der Junioren schon einmal derart enttäuschend abgeschnitten hat. Beim Kräftemessen der vier norddeutschen DFB-Landesverbände in der Altersklasse des Jahrganges 2000 belegten die Gastgeber im August-Wenzel-Stadion ohne Torerfolg und Punktgewinn den letzten Platz.

„In der Betreuung dieses Jahrganges U18 hatten wir jetzt anderthalb Jahre Pause. In unserem Spiel fehlten die Abläufe und in der Truppe eine Hierarchie. Man kann eine Mannschaft nicht innerhalb eines Turniers formen“, resümierte NFV-Trainer Christian Brüntjen, der die Auswahl U18 zusammen mit Sven Kathmann betreute, was auch nach Selbstkritik klang. Bis auf die beiden Torhüter Antonio Brandt (VfL Wolfsburg) und Kilian Neufeld (Hannover 96), die sich in allen Partien mehrfach auszeichnen konnten, blieben alle Spieler hinter ihrem Leistungsvermögen zurück.

Gespielt wurde an drei Tagen nach dem Modus „Jeder gegen jeden“. Eine Partie ging über 3×20 Minuten. Gegen Schleswig-Holstein zum Auftakt unterlag die NFV-Auswahl durch zwei späte Tore (52. und 57. Minute) mit 0:2. Mit gleichen Resultat ging tags darauf auch die Partie gegen Bremen verloren. Zum Abschluss wartete die Vertretung Hamburgs. Die Partie verlief einseitig, mit dem 0:3 waren die Niedersachsen noch gut bedient, denn die Hanseaten scheiterten noch zweimal am Aluminium.

Mit dem Sieg gegen den NFV rundete die Hamburger Auswahl ein aus ihrer Sicht rundum gelungenes Wochenende ab. Denn mit drei Siegen in drei Spielen sicherten sich die Elbekicker souverän den Turniersieg und verteidigten damit ihren Vorjahreserfolg. Mit Erolind Krasniqi (Foto oben) vom Hamburger SV, der vier Mal traf, stellte das Siegerteam zudem den besten Schützen des Norddeutschen Länderpokals.

Davor hatte Niedersachsen das Nordturnier gar dreimal in Folge von 2013 bis 2015 gewonnen. Erfolgreiche Zeiten, die lange passé sind. „Wir werden das Turnier jetzt in aller Ruhe im Trainerstab besprechen und auf alle Fälle nachsichten“, kündigte Brüntjen im Hinblick auf den bevorstehenden DFB-Länderpokal vom 5. bis 10. Oktober in Duisburg an.

 

Chancenlos: Karna-Bahadur Deeke (rechts) vom JFV Calenberger Land mühte sich redlich, stand aber wie seine Kameraden der U 18 gegen die Hamburger Angreifer zumeist auf verlorenem Posten. Fotos: NFV

Chancenlos: Karna-Bahadur Deeke (rechts) vom JFV Calenberger Land mühte sich redlich, stand aber wie seine Kameraden der U 18 gegen die Hamburger Angreifer zumeist auf verlorenem Posten. Fotos: NFV

Die Ergebnisse im Überblick: Niedersachsen – Schleswig-Holstein 0:2, Hamburg – Bremen 2:1, Schleswig-Holstein – Hamburg 1:3, Bremen – Niedersachsen 2:0, Schleswig-Holstein – Bremen 0:2, Hamburg – Niedersachsen 3:0. Tabelle: 1. Hamburg (9 Punkte, 8:2 Tore), 2. Bremen (6 Punkte, 5:2 Tore), 3. Schleswig-Holstein (3 Punkte, 3:5 Tore), 4. Niedersachsen (0 Punkte, 0:7 Tore).

Das NFV-Aufgebot: Emre Aytun, Leon Damer, Fynn-Luca Lakenmacher, Kilian Neufeld, Julian Rufidis, Jean-Luca van Eupen, Florian Went, Lucas Christopher Zeller (alle Hannover 96), Antonio Brandt, Maximilian Janke, Dominik Marx, Tyson Richter (alle VfL Wolfsburg), Lukas Scholz (VfL Wolfsburg), Karna-Bahadur Deeke (JFV Calenberger Land), Simon Haubrock (VfL Osnabrück), Patrick Siemer (Eintracht Braunschweig). Trainer: Christian Brüntjen, Sven Kathmann.

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