VHS-Calenberger-Land
  • 22. Mai 2019

Kommunale Nährstoffrückgewinnung

Barsinghausen (red). Ende März 2019 wurde die Gründung der kommunalen Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH notariell beurkundet. Zu deren Gründungsgesellschaftern gehören neben der Stadt Barsinghausen die Abwasserbetriebe Weserbergland, die Stadt Celle, die Stadt Göttingen, die Stadt Langenhagen, die Stadt Peine, die Abwasserentsorgung Salzgitter GmbH, die Stadt Verden und die Stadtentwässerung Hildesheim. Hintergrund dieser Gründung ist, dass Abwasserbetriebe den bei der Entsorgung anfallende Klärschlamm künftig nicht mehr an Landwirte abgeben dürfen. Die Landwirte sind zum Schutz von Grund und Boden verpflichtet, künftig deutlich weniger Klärschlamm auf ihren Flächen aufzubringen. Zudem fordert der Gesetzgeber, dass Phosphor als wertvoller Rohstoff künftig zurückgewonnen wird. Dies ist aus der Asche des verbrannten Klärschlamms möglich. Bundesweit sind daher die Abwasserbetriebe auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten. Die derzeit optimale Lösung ist der Bau und Betrieb einer Verbrennungsanlage mit Phosphatrückgewinnung. Um eine solche Anlage wirtschaftlich zu betreiben und damit die Kosten für den Gebührenzahler möglichst gering zu halten, ist ein gewisses Mengenvolumen erforderlich. „Diese Menge erreicht Barsinghausen allein nicht“, urteilte Bürgermeister Marc Lahmann. Es sei daher sinnvoll, sich mit mehreren Kommunen zusammenzuschließen.

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