• 22. Oktober 2018
Nach der Heizperiode ist vor der Heizperiode

Nach der Heizperiode ist vor der Heizperiode

Barsinghausen (red). Mit dem Ende des Winters werden in vielen Haushalten die Heizungsanlagen wieder auf Sommerbetrieb umgestellt – die beste Zeit, um die Anlage einmal fachgerecht überprüfen zu lassen. Können Einstellungen optimiert werden, so dass sie kostengünstiger arbeitet? Ist der Kessel vielleicht zu alt? Arbeitet die Heizungspumpe effizient? Diese und weitere Fragen werden bei der Heizungsvisite geklärt, die die Klimaschutzagentur Region Hannover mit Unterstützung der Region Hannover für alle Hausbesitzer aus der Region kostenlos anbietet.

2015 startete die gemeinnützige Agentur die Beratungsaktion – und traf ins Schwarze: Mehr als 900 Mal sind die unabhängigen Experten im Auftrag der Klimaschutzagentur ausgerückt, haben Heizungsanlagen begutachtet und individuelle Tipps zum energiesparenden Betrieb der Anlagen gegeben. „Möglichst viele Hausbesitzer sollen das Angebot nutzen können, daher fördern wir die Heizungsvisite in diesem Jahr erneut“, so Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover. „Jeder Privathaushalt, der seine Heizung effizient betreibt, hilft nicht nur seiner eigenen Haushaltskasse, sondern trägt auch zur Erreichung der Klimaschutzziele bei. Die Beheizung und Warmwasserbereitung mache etwa 80 Prozent des Energieverbrauchs der privaten Wohngebäude aus, betont Priebs, „da lohnt es sich, genauer hinzusehen, ob die Anlage optimal und sparsam läuft“.

Unterstützt wird die Beratungsaktion neben der Schornsteinfegerinnung auch von der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Hannover: „Viele Heizungsanlagen sind veraltet oder für das inzwischen modernisierte Haus überdimensioniert“, sagt Obermeister Kai-Uwe Henneberg. Außerdem wüssten die meisten Hausbesitzer gar nicht, dass sich eine neue Anlage durch ihren deutlich geringeren Verbrauch oft in wenigen Jahren amortisiert habe. Zudem gebe es verschiedene Förderprogramme von KfW und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die beim Austausch in Anspruch genommen werden können und bis zu 20 Prozent der Investition fördern. Dabei gelte es auch, die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten. „Aktuell hat sich Einiges getan“, erläutert der Obermeister. So gebe es jetzt eine Austauschpflicht für Kessel, die vor 1986 eingebaut wurden, von der auch einige Ein- und Zweifamilienhausbesitzer betroffen sind.

„Alle diese Punkte können Thema der Beratung in den Haushalten sein“, ergänzt Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur. „Die Energieberater sind absolut kompetent und in der Anlagentechnik besonders erfahren und geschult. So finden sie für jeden Haushalt die beste Lösung.“

Termine für die einstündige Heizungsvisite können Hausbesitzer aus der Region Hannover bis zum 30. April unter 0511/22002234 vereinbaren. Voraussetzung: Die Heizungsanlage ist älter als fünf Jahre. Die Beratung ist kostenlos und neutral.

Träger der Heizungsvisite ist die Klimaschutzagentur mit Unterstützung durch die Region Hannover. Weitere Förderer sind die Avacon AG und der enercity-Fonds proKlima. Kooperationspartner sind die Schornsteinfegerinnung Hannover, die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Hannover sowie die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen sowie weitere Partner aus der Wirtschaft.

Mehr zur Aktion, zu Fördermitteln und Terminen auf www.gutberatenstarten.de.

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