• 20. Oktober 2018
Partnerschaft: Feldbetten haben die Luftmatratzen abgelöst

Partnerschaft: Feldbetten haben die Luftmatratzen abgelöst

Ein Doppeljubiläum wurde in Winninghausen begangen: 40 Jahre Jugendfeuerwehr und 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Wurzen, zwei gute Gründe, um zu feiern und zurück zu blicken.

Von Carmen Eickhoff-Klouvi

Nichts verkörpert das 40-jährige Bestehen der Jugendwehr Winninghausen und die 25-jährige Städtepartnerschaft mit Wurzen so, wie die Familie von Jan Broek. Der zweifache Vater ist Gründungsmitglied der Jugendwehr, bis heute aktiv in der Ortswehr, er war stellvertretender Jugendwart und hatte von 2001 bis 2005 den Posten als Jugendwart inne. Von Beginn nahm er an den gegenseitigen Besuchen mit der Jugendfeuerwehr der Partnergemeinde teil, die seit 1991 regelmäßig stattfinden.

Die enge Freundschaft mit den Wurzenern veranlasste Jan Broek dazu, Sieglinde Dörner aus Wurzen zur Patin seiner Tochter Marie zu wählen. Die Sechstklässlerin selbst wiederum ist inzwischen natürlich auch begeistertes Mitglied der Jugendfeuerwehr Winninghausen und trug während der Feierstunde in der Sporthalle der Wilhelm-Busch-Schule Hohenbostel einen Teil der Jugendwehrchronik vor.

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Stolz auf 25 Jahre Partnerschaft: Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin (links) und Barsinghausen Bürgermeister Marc Lahmann. Foto: Eickhoff-Klouvi

Diese sehr erfreuliche Folge der Städtepartnerschaft konnte sich vor 25 Jahren niemand ausmalen. Damals stand bei den ersten Kontakten eher der Austausch über die Unterschiede der beiden Städte im Mittelpunkt, so Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin in seiner Ansprache anlässlich des Partnerschaftsjubiläums. Inzwischen verbinden 25 Jahre gemeinsame Erlebnisse und sehr ähnliche Gegebenheiten in beiden Kommunen die Einwohner miteinander. Er lobte den Barsinghäuser Europaverein, der sich maßgeblich um die gute Partnerschaft auf kommunaler Ebene kümmere. „Auf Seiten der Feuerwehr war in den Anfangsjahren der damalige Stadtbrandmeister Werner Behnsen die treibende Kraft“, erinnerte Stadtbrandmeister Dieter Engelke.

Seitdem sind bei der Winninghäuser Jugendwehr gegenseitige Besuche mit Teilnahmen an Zeltlagern nicht mehr wegzudenken. „Auf heutzutage recht komfortablen Feldbetten“, merkte Jan Broek an. Vor 40 Jahren schlief man auf Luftmatratzen, „die waren morgens immer platt!“

40 Jahre Jugendfeuerwehr beinhalten eine Menge Höhepunkte, vom Sieg des Drei-Mann-Teams bei der Deisterwanderung (1985), gemeinnützigen Einsätzen (500 Gehölze in der Feldmark gesetzt, 1989) oder dem Erringen eines Weltrekords (mit 10.000 Aktiven größte Jugendfeuerwehrveranstaltung der Welt, Heide Park 2011).

Heute zählt die Winninghäuser Jugendfeuerwehr 15 Mitglieder zwischen 8 und 16 Jahren. Zur Zeit bereitet sie bei den Donnerstagstreffen von 18 bis 20 Uhr im Gerätehaus den Weihnachtsbasar am 12. Dezember vor.

 

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