• 17. November 2018
The Rides

The Rides

Jo, das nennt man dann wohl „Supergroup“. Stephen Stills, Kenny Wayne Shepherd und Barry Goldberg – die Namen sprechen für sich. Gemeinsam sind sie „The Rides“. Jetzt ist das namhafte Trio mit dem Album „Pierced Arrow“ am Start, dem Nachfolger des Debüt-Longplayers „Can’t Get Enough“ aus dem Jahr 2013.

Von Erk Bratke

The-Rides---CoverThe Rides / „Pierced Arrow“ (Provogue / Mascot Label Group / Rough Trade): Vor drei Jahren dachten viele Kritiker beim Debüt eher an ein einmaliges Projekt des Dreiers. Mit dem Nachfolger „Pierced Arrow“ belehrt das Trio sie jedoch eines Besseren, und ihre stetig wachsende Fangemeinde darf sich noch viele weitere Jahre auf frischen, rauen und gefühlvollen Bluesrock freuen. Hoffentlich, denn diese Art von Mucke wird doch immer gern genommen.

Das neue Album beginnt mit dem feurigen, von den Stones inspirierten Bluesrocker „Kick Out Of It“ und dem genauso explosiven Jam „Riva Diva“. Von da an bewegen sich die Stimmungen musikalisch und textlich in einem spielerischen Fluss, der sich durch diverse Genre-Richutngen schlängelt. Vorherrschend ist zweifellos die bluesige Rocknote.

Die häufige Präsenz von Stephan Stills gibt dem Gesamtwerk einen deutlichen Buffalo Springfield-Touch – warum auch nicht?! Bei den Titeln Nummer 3 und 4 („Virtual World“ und „By My Side) ist der Einfluss von Crosby, Stills, Nash & Young auch nicht weit. Es folgen weitere Anleihen – sagen wir mal bei den Allman und den Doobie Brothers – herrlich.

Als sie sich einen Namen für die „Bluesband meiner Träume“ überlegten, wie Stephen Stills die Gruppe beschreibt, stellten sie sich dabei eine nicht enden wollende Straße vor. Und so machten sich The Rides auf den Weg auf eine lange, unbekümmerte Reise. Den Grundstein dafür legten sie mit ihrem selbst prophezeienden Debüt „Can’t Get Enough“. Denn als sie erst einmal mit dem Schreiben, Jammen und Aufnehmen begonnen hatten, konnten sie genau das nicht mehr: genug bekommen.

Kurz vor Veröffentlichung des Albums erklärte Stills: „The Rides sind so gut, dass wir es kaum erwarten können, live zu spielen.“ Und Goldberg fügte hinzu: „Wir sind so stolz auf dieses Album. Die Fans werden etwas ganz Besonderes erleben, wenn wir es endlich auf der Bühne präsentieren können.“ Das taten sie schließlich auch. Und nach einigen Monaten auf US-Tour, einem Top 40 Einstieg in den Billboard 200 und einer Nominierung für das beste Rock Blues Album bei den Blues Awards im Jahr 2014 wurde deutlich: The Rides sind definitiv keine Eintagsfliege!

Auf der Bühne und im Studio erhält das Trio übrigens Unterstützung vom explosiven Rhythmusbassisten Kevin McCormick, der auch als Co-Produzent fungierte, sowie von Shepherds langjährigem Schlagzeuger Chris Layton, der kürzlich mit Stevie Ray Vaughan & Double Trouble ebenfalls in die Hall Of Fame aufgenommen wurde. Besser geht’s ja eigentlich nicht.

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