• 16. Dezember 2018
Verträumtes Ìslanda – ganz weit weg vom Mainstream

Verträumtes Ìslanda – ganz weit weg vom Mainstream

Island – weit weg von allem, irgendwo im Norden, voller Zauber und Mystik, wo es mehr Eis als Menschen gibt. Island war schon immer ein Sehnsuchtsort auf der Suche nach Entschleunigung – nach Ruhe, nach Abgeschiedenheit und sicher auch nach dem Zauber und der Magie, die dem Land innewohnt. Hier geht es um die passende Musik.

Von Erk Bratke

Islanda-CoverÌslanda feat. Arndis Halla / „Àlfadans“ (Sony Music): Das Album fängt eben diesen Zauber ein und entführt die Hörer in die Klänge des Nordens. Islands Volkslieder – jahrhundertealte Weisen, gesungen von großen, isländischen Künstlern verschiedener Genres wie beispielsweise Arndis Halla (Klassik), Myrra Rós (Folk) und Tómas Ragnarsson (Blues). Selbstverständlich sind alle 15 Tracks (56 Minuten Spieldauer) neu arrangiert – zu einem modernen Sound, der die Mystik der isländischen Lieder und den Klang der Natur mit der Musik von heute verwebt.

Eigentlich sind die Lieder und ihre sechs isländischen Sänger höchst unterschiedlich, doch bei den Neuaufnahmen gelang eine gewisse Einmütigkeit. Traditionelle Flöten oder die Steinharfe von Páll Gudmundsson, der selbst als einer der größten isländischen Künstler verehrt wird, verbinden sich mit elektronischen Beats und der neuen, mystisch klingenden „Hang Drum“ sowie dem Klang der
Natur.

Ivo Moring, der Produzent reiste an die entlegensten Orte Islands, um eben jenen Naturzauber auch akustisch einzufangen: Weich fließende Bäche, der harte Wind der waldlosen isländischen Tundra, schmelzendes Eis – es sind die vielfältigen, so noch nicht gehörten Klänge, die dem Album seine besondere Note geben.

„Es ist erstaunlich wie unsere alten isländischen Volkslieder sich in die modernen Arrangements einfügen. Es sind wunderschöne und vor allem vollkommen neue Songs entstanden“, urteilte zum Beispiel der Klassik-Superstar Arndis Halla. Beim Hören einfach mal die Augen schließen und zurücklehnen.

weitere Artikel