VHS Calenberger Land
  • 25. September 2018
Zwei junge Damen machen als „Boy“ Karriere

Zwei junge Damen machen als „Boy“ Karriere

Valeska Steiner und Sonja Glass – noch nie gehört? Auch den Bandnamen „Boy“ noch nicht? Hm, beim Blick in die offiziellen Album-Charts gelingt’s, denn der aktuelle Longplayer der beiden jungen Damen stieg Ende August auf Platz 3 ein. Und auch die angekündigte Clubtour geht gen Ausverkauf – ein Knaller!

Von Erk Bratke

boy-2Boy / „We Were her“ (Grönland Records / Good To Go): Schön anzusehen und schön anzuhören – nach langer Zeit des Wartens meldete sich das Duo Ende des vergangenen Monats eindrucksvoll zurück. „We Were Here“ heißt der Nachfolger des Debütalbums „Mutual Friends“. Wie es heißt, haben Boy ihre Symbiose aus akustischen Elementen und Synthie-Sounds weiterentwickelt.

Tiefgehende Harmonien und Arrangements werden von direkten und berührenden Texten komplettiert. Der Prozess des Songschreiben und Aufnehmens blieb gleich. Auch für ihr zweites Album schrieb Valeska die Texte und Melodien zu den musikalischen Idee, die Sonja bei sich daheim entwickelte und aufnahm. Danach beginne eine lange „Forschungsarbeit“, wie die beiden es nennen, bei der Philipp Steinke als Produzent unterstützt.

Wie so oft in der heutigen Zeit half das Internet, um großflächig an die Öffentlichkeit zu gelangen. Das Debütalbum zog 2011 direkt in die Top 10 der deutschen Verkaufscharts ein, hielt sich fast 40 Wochen in den Top 100 und ging auf Gold. Der Track „Little Numbers“ blieb ein charmanter Ohrwurm, der sich festgesetzt hat. Über 14 Millionen Mal wurde das Stück allein auf youtube angeklickt. Boy spielten zwei bis auf den letzten Stehplatz ausverkaufte Tourneen durch Deutschland und die Schweiz.

Es folgten Konzerte auf der ganzen Welt, die Musik der beiden Mädels bahnte sich ihren Weg von den großen Metropolen bis in die entlegensten Winkel. Sogar in Japan, aber auch in Dänemark landeten sie für einen Zwischenstopp auf dem ersten Platz der Airplay-Charts, um gleich darauf auf eine Tour durch 13 Städte in den USA und Kanada abzuheben. Wie gesagt: ein Knaller!

Auffällig ist die Wärme und Melancholie der Songs, die von persönlichen und doch universellen Momenten im Leben erzählen. Ganz weit entfernt hört man so ein bisschen „The Corrs“ im modernen Gewand heraus, aber das kann ja nicht weiter stören.

Live sind die beiden Damen auch in Hannover zu erleben. Das Gastspiel in der Landeshauptstadt im Rahmen der Herbsttour, die am 29. Oktober im Bremer „Schlachthof“ startet, findet am 24. November im „Capitol“ am Schwarzen Bären statt.

Hier schön mal einige Videos als Hörproben:

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