
Barsinghausen. Therapiehündin Mali begleitet die Kinder durch dick und dünn, bergauf und bergab. Durch die Arbeit mit dem Hund entstehen viele schöne Momente. Mali gelingt es immer wieder, mit Aktivitäten, Tricks und Spielen die Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Manchmal muss man als Erzieherin auch einsehen, dass der Hund allein durch seine Anwesenheit und ohne viele Worte der erfolgreichere Pädagoge ist. Labradorhündin Mali hat gemeinsam mit Frauchen und Erzieherin Steffi Barth über die Hundeschule Nosedogs die Prüfung zum Therapie-Begleithundeteam (TGA) erfolgreich bestanden. Nun bekamen die Deisterwiesel Besuch von den neuen angehenden Therapie-Begleithundeteams der Hundeschule Nosedogs.
Im Vorfeld hatten sich die Teams tolle Spiele und Herausforderungen für Kinder und Hunde überlegt. Dazu gehören viel Einsatz, Kreativität und Training – sowohl für Mensch als auch für Hund. Das alles geschieht ehrenamtlich.
Auch die Deisterwiesel waren fleißig. Die Kinder bauten einen Parcours auf, werkelten an Leckerli-Maschinen und wickelten sogar eine Hundeleckerli-Murmelbahn um den Apfelbaum. Mit Hündin Mali konnte bereits alles ausprobiert werden.
Die Aufregung war groß, als die acht angehenden Therapiehunde schließlich am Bauwagen ankamen. Ganz verschiedene Rassen, jeder Hund mit seinen eigenen Stärken – das war für die Kinder besonders spannend. In einer kleinen Begrüßungsrunde stellte sich jedes Mensch-Hund-Team spielerisch vor, und die Kinder durften sich für ihre ersten Aufgaben ein Team aussuchen.
Dann ging es los! Leckerlis rollten durch die Murmelbahn, Socken mit Leckerlis wurden auf ein Ziel geworfen und apportiert, Hürden und Tunnel gemeinsam überwunden und die selbstgebauten Leckerli-Maschinen liefen auf Hochtouren. Alle hatten viel Spaß, und so manches Kind wuchs über sich hinaus. Natürlich wurde auch ausgiebig gestreichelt und gekuschelt. Besonders die Vielfalt der Hunderassen sowie die individuellen Stärken und Eigenheiten jedes einzelnen Hundes machten die Aktion für alle sehr spannend und abwechslungsreich. Es entstanden viele schöne Momente, die den Kindern und Hundeführern bestimmt noch lange im Herzen bleiben werden. Tiere sind für Kinder wertvolle Begleiter. Sie können die Entwicklung in allen Bereichen fördern und manchmal sogar heilsam wirken.
Der Waldkindergarten arbeitet jedoch nicht nur mit Hunden. Die Kinder gehen auch gerne wieder reiten.
Diesmal besuchten die Kinder Johanna Hahne in Pohle. Dort warteten bereits mehrere Pferde auf die aufgeregten Deisterwiesel. Zwei kleine Shetlandponys gaben trotz der sommerlichen Temperaturen alles. Zunächst wurden sie von den Kindern geputzt und sogar mutig die Hufe ausgekratzt. Ganz nebenbei erklärte Johanna den Kindern viel Wissenswertes über die Pflege und die Bedürfnisse der kleinen Ponys.
Anschließend ging es auf den Reitplatz. Nacheinander durfte jedes Kind zwei Runden durch einen kleinen Parcours reiten. Gar nicht so einfach, sich auf dem wackeligen Pferderücken zu halten! Sogar über eine kleine Wippe trauten sich alle Deisterwiesel. Es war wunderschön, die strahlenden und stolzen Kinder anschließend wieder in Empfang zu nehmen.
Natürlich gab es auch eine kleine Belohnung – sowohl für die fleißigen Ponys als auch für die mutigen Reiterinnen und Reiter. Nach zwei Stunden brauchten alle erst einmal eine Abkühlung. Während die Pferde mit frischem Wasser versorgt wurden, fuhren die Kinder weiter nach Lauenau. Dort wartete ein neuer Spielplatz direkt an einem Ausläufer der Aue. Hier konnten sich alle im Wasser erfrischen. Doch auch dieser schöne Tag ging einmal zu Ende, und die Kinder machten sich auf den Rückweg ins Bullerbachtal.
Beide Aktionen boten den Kindern wunderschöne und prägende Erlebnisse. Ein Herz für Tiere und damit auch für die Natur ist heute wichtiger denn je. Wir hoffen, wieder einmal einen kleinen Beitrag zu einem verantwortungsvollen und wertschätzenden Umgang mit Tieren und der Natur geleistet zu haben.
Nach dem Motto: „Was wir kennen, werden wir lieben. Und was wir lieben, werden wir schützen.“







