Internationaler Frauensporttag und andere Formate zur Mitgliedergewinnung

Kirchdorf (eb). Weiblich, 16 Jahre und älter, egal ob ledig oder liiert sucht… – ein passendes Sportangebot. Der Interkulturelle Frauensporttag (IFST) wäre durchaus eine gute Gelegenheit. Der Regionssportbund (RSB) Hannover bietet am Sonntag, 13. November, abermals diesen Erlebnissporttag an. Frauen mit und ohne Migrationshintergrund haben die Möglichkeit, vielfältige Sport- und Bewegungsangebote kennenzulernen und auszuprobieren.

Kooperationspartner dabei ist diesmal der TSV Kirchdorf; übrigens schon zum zweiten Mal. Interessierte Frauen, die sich bislang noch nicht angemeldet haben, können sich am Sonntag um 9 Uhr direkt vor Ort einschreiben. Dabei können aus einer Vielzahl an Bewegungsangeboten pro Person vier Workshops ausgewählt werden, die allesamt in und um den Sporthallen des Schulzentrums am Spalterhals stattfinden. Nach der Begrüßung (9.45 Uhr) geht’s in vier Zeitblöcken los.

Fechten: Die olympische Sportart ist eher selten in hiesigen Vereinen anzutreffen – beim TSV Kirchdorf geht das.
Fechten: Die olympische Sportart ist eher selten in hiesigen Vereinen anzutreffen – beim TSV Kirchdorf geht das.

Die Kosten betragen zehn Euro; darin enthalten ist die Teilnahme an den Workshops sowie Wasser zum Durststillen und ein vegetarisches Mittagessen. Mitzubringen sind lediglich Turnschuhe und Sportkleidung. Wer es benötigt, kann auch auf die kostenlose Kinderbetreuung durch den TSV Kirchdorf im Gymnastikraum des TSV-Sportheims zurückgreifen. Wer sich vorab anmelden möchte oder weitere Infos zur Veranstaltung benötigt, der schaut im Internet unter www.rsbhannover.de/interkultureller-frauensporttag-kirchdorf.

Das sportliche Angebot im Überblick: Badminton, Bauch/Beine/Po, Boule, Dance Aerobic, Drums Alive, Fechten, Fitness mit dem Step Brett, Gymnastik, Hip-Hop, Kung Fu, Orientalischer Tanz, Outdoorsport (einziges Angebot im Freien), Pilates, Rückengymnastik und Zumba. Start der ersten Übungseinheit ist um 10 Uhr. Von 11.45 bis 13.13 Uhr ist die Mittagspause vorgesehen. Nach zwei weiteren Übungsblöcken endet der IFST um 15 Uhr.

Zumba: Das Fitness-Konzept stammt aus Kolumbien und kombiniert Aerobic mit lateinamerikanischen und internationalen Tänzen.
Zumba: Das Fitness-Konzept stammt aus Kolumbien und kombiniert Aerobic mit lateinamerikanischen und internationalen Tänzen.

Zum Hintergrund: Der Interkulturelle Frauensporttag ist ein Projekt des RSB Hannover innerhalb des Bundesprogrammes „Integration durch Sport“ vom Landessportbundes (LSB) Niedersachsen. Unterstützt wird das Projekt auch von der Stadt Barsinghausen, die seine Sporthallen zur Verfügung stellt sowie von der Stadtsparkasse Barsinghausen und der Hannoverschen Volksbank sowie vom LSB. Der Regionssportbund möchte seine Vereine mit dieser Maßnahme vor allem bei der Gewinnung neuer Mitglieder unterstützen. Das Projekt soll als Chance verstanden werden, sich und sein Angebot zu präsentieren und sich für neue Zielgruppen zu empfehlen. Erklärtes Ziel sei es, dass sich aus dem Angebot eine regelmäßige lokale Veranstaltung entwickelt, die die Vereine in den Folgejahren eigenverantwortlich durchführen.

Neben dem TSV Kirchdorf haben sich bisher der Lehrter SV und der Heesseler SV für eine Durchführung dieses Frauensporttags beworben. Nach 2013, 2014 und 2015 fand in Heessel jüngst bereits der vierte Interkulturelle Frauensporttag statt. „Der Verein registriert ein wachsendes Interesse in der Bevölkerung und konnte bereits einige Mitglieder durch diese Maßnahme generieren“, teilte RSB-Pressesprecher Philipp Seidel mit. Interessierte Vereine, die sich über das Thema informieren und sich eventuell für eine Durchführung in 2017 oder 2018 bewerben möchten, melden sich unter info@rsbhannover.de (Stichwort „Interkultureller Frauensporttag“).

Zum Thema

Stichwort: Mitgliedergewinnung – zu diesem Thema bietet der RSB als Dienstleister seiner Vereine durchaus mehrere Formate an. So fand Ende Oktober im Haus der Region Hannover ein Workshop unter dem Motto „Wir wollen wachsen“ statt. Dabei berichteten Vereine mit Mitgliederzuwachs über ihre Erfahrungen und Vorgehensweisen der letzten Jahre und tauschten sich mit den Teilnehmern aus. Außerdem informierten Mitglieder des RSB-Vorstandes über aktuelle Fördermöglichkeiten und -programme.

Plakativ auf Stellwänden: Informationen zu diversen Förderungen standen zur Ansicht und Mitnahme für die Teilnehmer bereit.
Plakativ auf Stellwänden: Informationen zu diversen Förderungen standen zur Ansicht und Mitnahme für die Teilnehmer bereit.

Immerhin 40 Teilnehmer aus 27 Vereinen griffen das Informationsangebot auf. Mit seinem Impulsreferat führte Dr. Arne Göring von der Georg August Universität Göttingen in den Workshop ein. Als stellvertretender Leiter des Instituts für Sportwissenschaften hatte er für die Teilnehmer fundierte Fakten und Erkenntnisse im Gepäck. Mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Burgdorf, dem Reit- und Fahrverein (RuF) Engelbostel, dem OSV Wunstorf, dem Tennis-Club Grün-Gelb Burgdorf, dem SV Yurdumspor aus Lehrte und dem Schützenverein Kaltenweide stellten insgesamt sechs Vereine in Form von Kurzvorträgen ihr Konzept vor und beschrieben, welche Möglichkeiten sie gefunden haben, um ihre Mitglieder einerseits zu binden und andererseits Neulinge zu gewinnen.

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es unter folgenden Links: www.rsbhannover.de/wir-wollen-wachsen und www.rsbhannover.de/de/service/fotogalerie/impressionen-www-2016. Wichtig auch: Richtlinien zu den Fördermöglichkeiten finden Vereine zum Nachlesen unter: www.rsbhannover.de/de/service/richtlinien.

Beispiele als Anregung zur Nachahmung: Die passenden Infos gaben Dagmar Ernst (RSB), Dieter Klose (OSV Wunstorf), Robert Mayer (OSV Wunstorf), Peter Lohrfink (TC Grün-Gelb Burgdorf), Jürgen Grethe (DLRG-OG Burgdorf), Claudia Wollnik (RuF Engelbostel), Yetis Özdemir (SV Yurdumspor Lehrte), Axel Siebert (Schützenverein Kaltenweide) und Ulf Meldau (RSB).
Beispiele als Anregung zur Nachahmung: Die passenden Infos gaben Dagmar Ernst (RSB), Dieter Klose (OSV Wunstorf), Robert Mayer (OSV Wunstorf), Peter Lohrfink (TC Grün-Gelb Burgdorf), Jürgen Grethe (DLRG-OG Burgdorf), Claudia Wollnik (RuF Engelbostel), Yetis Özdemir (SV Yurdumspor Lehrte), Axel Siebert (Schützenverein Kaltenweide) und Ulf Meldau (RSB).

Der Workshop war Teil einer Reihe an Maßnahmen, die der RSB in den letzten Monaten initiiert hat, um die Vereinsarbeit zu unterstützen. Zu dieser Reihe zählen auch ein FSJ-Projekt sowie ein Infoabend zum Thema „Crowdfunding“. Unter dem Titel „Neue Wege der Vereinsfinanzierung“ hatte der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) in Kooperation mit dem Regionssportbund in die Akademie des Sports Hannover eingeladen. Ziel der Einladung war es, Vereinen alternative Finanzierungsmittel darzulegen und anzuregen, diese zu nutzen. Auch hier waren rund 40 Vereinsvertreter dabei.

Zum Auftakt stellte Jan Diringer, Sportmentaltrainer und Handballcoach, das Finanzierungsmodell Crowdfunding und Deutschlands größte Sport-Crowdfunding-Plattform fairplaid vor. „Crowdfunding ist nichts Neues und das Prinzip dahinter simpel. Es ist einfacher 100 Personen zu finden, die 5 Euro geben, als Einen zu finden, der 500 Euro gibt“, erklärte Diringer. Genau hier setzt fairplaid an. Über die Online-Plattform können Vereine und Sportler Gelder für die Realisierung verschiedenster Projekte sammeln. Wie das funktioniert, wurde im Anschluss an den Vortrag anhand von drei Praxisbeispielen veranschaulicht.

Vertreter der Vereine PSV Meeresreiter, FC Bennigsen (Tischtennis) und SC Wedemark berichteten über ihre Erfahrungen mit fairplaid. Dabei wurden Fragen zur Ideenfindung, der Projektbewerbung und -umsetzung erörtert. Neben fairplaid bietet auch die Hannoversche Volksbank über die Kampagne „Viele schaffen mehr“ ein Crowdfunding-Portal für gemeinnützige Vereine und Institutionen aus ihrem Geschäftsgebiet an. „Was einer alleine nicht schafft, das vermögen, viele zu schaffen. Wir möchten Menschen beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen. Genau dazu passt unser Crowdfunding-Portal“, sagte Matthias Mollenhauer, Pressereferent der Voba. Weitere Informationen sowie Impressionen zur Veranstaltung gibt es unter www.rsbhannover.de/crowdfunding

Crowdfunding: Eine Form der Finanzierung („funding“) durch eine Menge („crowd“) von Internetnutzern.   Fotos: Bratke/RSB/LSB.
Crowdfunding: Eine Form der Finanzierung („funding“) durch eine Menge („crowd“) von Internetnutzern. Fotos: Bratke/RSB/LSB.