Pilotprojekt in Burgwedel: „Demenzsensible Kommune“

Pilotprojekt in Burgwedel: „Demenzsensible Kommune“

Share Button

Land fördert Projekt der Gesundheitsregion Region Hannover mit 100.000 Euro

Region Hannover (red). Etappensieg für die Region Hannover: Das Projekt „Ganzheitliche Versorgung in Pflege, Medizin und Betreuung am Beispiel Demenz“ wird mit 100.000 Euro vom Gesundheitsministerium Niedersachsen gefördert. Initiiert wurde das Projekt vor rund zwei Jahren gemeinsam mit der Stadt Burgwedel im Rahmen der Gesundheitsregion Region Hannover – unter dem Dach der Gesundheitsregionen Niedersachsen. „Die Förderung des Ministeriums ist ein wirklich toller Erfolg für uns und alle Projektbeteiligten. Dass das Projekt als eines von 18 eingereichten ausgewählt wurde, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, uns frühzeitig um die zukünftige Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger Gedanken zu machen“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. Cora Hermenau, Projektleiterin und Regionsdezernentin für Öffentliche Gesundheit, freut sich über die finanzielle Förderung: „Wir haben von Anfang an viel Potenzial in dem Projekt gesehen. Das Projekt hat Modellcharakter und kann auch anderen Regionen und Landkreisen als Vorbild dienen.“

Das Projekt „Ganzheitliche Versorgung in Pflege, Medizin und Betreuung“

Ziel des Projektes ist, verbesserte Strukturen für Demenzerkrankte und deren Angehörige zu schaffen und eine gesamte Kommune für das Thema Demenz zu sensibilisieren. Dabei geht es beispielsweise darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen, wenn Betroffene unüblich mehrfach am Tag Geldbeträge abheben oder die gleichen Dinge einkaufen. In der Stadt Burgwedel sollen diese Ziele im Rahmen des Pilotprojektes umgesetzt werden. Bürgermeister Axel Düker erklärt, was hinter der Idee steckt: „Uns ist wichtig, dass wir vorhandene Strukturen nutzen und ausbauen, aber auch neue Projektpartnerinnen und -partner miteinander vernetzen.“ In Burgwedel soll ein völlig neu gedachtes Unterstützungs- und Begleitungsmanagement ins Leben gerufen werden. „Wir wollen ein regionales Versorgungsmanagement aufbauen und klare Strukturen für Akteure im Gesundheitswesen und in der Pflege schaffen“, berichtet Düker weiter. Ihm ist wichtig: „Der Nutzen sollte bei den Betroffenen und deren Angehörigen liegen.“

Die Gesundheitsregion Region Hannover

Das Projekt um Bürgermeister Axel Düker wurde neben zwei weiteren vor zwei Jahren von der Gesundheitsregion Region Hannover initiiert, welche vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover koordiniert wird. Eine Steuerungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von Krankenhäusern, der ambulanten Pflege und stationären Pflege, der Ärztekammer und Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Vertretung der Selbsthilfegruppen sowie Krankenkassen und Vertretern der Kommunen hat sich unter Leitung von Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau erstmals im November 2015 an einen Tisch gesetzt mit dem Ziel, die sich stets verändernden Anforderungen der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger in die Zukunft zu tragen. Dabei wurden drei Aufgabenschwerpunkte identifiziert: Neben der Arbeitsgruppe von Axel Düker wurde eine AG zum Thema intersektorale Kommunikation ins Leben gerufen sowie eine AG, die sich mit der Gestaltung der Gesundheitsversorgung unter besonderer Berücksichtigung der Fachkräfte auseinandersetzt. Bei zwei Gesundheitskonferenzen in den Jahren 2016 und 2017 konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Expertinnen und Experten Impulse und Ideen in die Projekte einbringen. „Alle Beteiligten sind von Beginn an sehr motiviert und engagiert ans Werk gegangen“, sagt Caterina Ruggenini vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover, die die Steuerungsgruppe sowie die drei Projekte koordiniert hat.

Hintergrund

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und den verschiedenen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger hat das Land unter dem Dach der „Gesundheitsregionen Niedersachsen“ die Landkreise, Städte und Gemeinden in Niedersachsen aufgefordert, soziale und gesundheitliche Belange der Menschen direkt vor Ort bedarfsgerecht zu gestalten. Ziel der gesamten Arbeit ist es, innovative Versorgungsprojekte zu initiieren, die Modellcharakter für andere Kommunen Niedersachsens haben können. Neben 34 weiteren Gesundheitsregionen in ganz Niedersachsen ist die Region Hannover gemeinsam mit der Landeshauptstadt seit 2015 dabei.

Sie freuen sich über den Erfolg der Gesundheitsregion Region Hannover: Regionspräsident Hauke Jagau (vorne, v. l.), Hannovers Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf, Burgwedels Bürgermeister Axel Düker und Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit der Region, mit der gesamten Steuerungsgruppe der Gesundheitsregion Region Hannover.

Sie freuen sich über den Erfolg der Gesundheitsregion Region Hannover: Regionspräsident Hauke Jagau (vorne, von links), Hannovers Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf, Burgwedels Bürgermeister Axel Düker und Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit der Region, mit der gesamten Steuerungsgruppe der Gesundheitsregion Region Hannover.

weitere Artikel