Gemeinsam für die Fachkräfte von morgen

Niedersachsen unterstützt die Zukunftsregion Süderelbe mit rund einer Million Euro beim Aufbau von Lernräumen für junge Talente

Symbolbild

Niedersachsen. Mit einer Förderung in Höhe von rund einer Million Euro aus dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ unterstützt das Land die Nachwuchsgewinnung in der Zukunftsregion Süderelbe. Dazu überreichte Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter am (heutigen) Mittwoch einen Förderbescheid für das Projekt „süderelbe.efficient – Open Lab und Protospace“.

Am geplanten Wasserstoffinnovationzentrum H2AM in unmittelbarer Nachbarschaft zum Forschungszentrum CFK NORD sollen Schülerinnen und Schüler künftig in professionell ausgestatteten Räumen praxisnah Zukunftstechnologien wie die Wasserstoffwirtschaft, Brennstoffzellen und CFK-Leichtbau erleben und erforschen können. Die Förderung des Landes umfasst die Ausstattung der Labor- und Werkstattbereiche mit 3D-Druckern und Werkzeugen sowie die Schaffung von vier Projektstellen.

„Erfolgreiche Regionalentwicklung braucht gut ausgebildete Menschen und starke Netzwerke. Genau hier setzen Open Lab und Protospace an: Schulische Bildung trifft auf Forschung und industrielle Praxis und zeigt jungen Talenten spannende Berufsperspektiven in ihrer Heimatregion auf. Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern mit ihnen die gesamte Region, weil Know-how und Wertschöpfung vor Ort bleiben. Damit stärken wir den Innovationsstandort Stade, fördern den Fachkräftenachwuchs und schaffen beste Voraussetzungen für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region“, sagte Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung.

Thomas Friedrichs, Geschäftsführer der Projektentwicklung Stade GmbH & Co. KG, betont: „Mit dem Open Lab und Protospace schaffen wir einen Ort, an dem junge Menschen Zukunftstechnologien nicht nur kennenlernen, sondern selbst praktisch erproben und weiterentwickeln können.“

Kern des Vorhabens sind zwei aufeinander aufbauende Lern- und Entwicklungsbereiche: Im Open Lab erhalten Schülerinnen und Schüler unter fachlicher Anleitung die Möglichkeit, in einer modernen Lehrwerkstatt mit 3D-Druckern, Robotik, digitalen Anwendungen und Werkbänken zu arbeiten sowie erste Experimente rund um Wasserstofftechnologien, Brennstoffzellen und CFK-Materialien durchzuführen. Das Protospace erweitert diese Möglichkeiten. Hier können Jugendliche und junge Erwachsene Projekte über einen längeren Zeitraum verfolgen und Versuchsvorhaben Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dafür stehen geeignete Werkstatt- und Infrastrukturangebote bereit, die insbesondere auch die Bearbeitung und Weiterentwicklung von Leichtbaumaterialien ermöglichen.

Hintergrund
Mit dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ unterstützt das Land Niedersachsen die Zusammenarbeit von Landkreisen und kreisfreien Städten, um regionale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die insgesamt 14 Zukunftsregionen erhalten dafür regionale Budgets für kreisübergreifende Projekte und Unterstützung für Regionalmanagements, die regionale Projekte entwickeln. Für diesen wichtigen Baustein einer aktiven Regionalpolitik setzt die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2029 rund 96 Millionen Euro aus europäischen Fördermitteln (EFRE/ESF+) ein.

Die 14 anerkannten Zukunftsregionen in Niedersachsen sind: Elbtalaue-Heide-Wendland, Ems-Vechte, Hannover-Hildesheim, HeiDefinition, JadeBay, Mitte Niedersachsen, Moorregion Elbe-Weser, Ostfriesland, StadtLandZukunft OS, Süderelbe, Südniedersachsen, SüdOstNiedersachsen, Weserberglandplus, Zukunftsregion4Klima.

Die Zukunftsregion Süderelbe setzt sich aus den Landkreisen Harburg (Leadpartner), Stade, Lüneburg, der Hansestadt Lüneburg sowie der Süderelbe AG zusammen. Ihr stehen über das Förderprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ sechs Millionen Euro Fördermittel aus den EU-Förderfonds EFRE und ESF+ bis 2029 für Projekte im Handlungsfeld „Regionale Innovationsfähigkeit“ zur Verfügung. Mit den EU-Mitteln können einschließlich regionaler Kofinanzierung bei einem zulässigen Fördersatz von 60 Prozent Projekte im Gesamtvolumen von fast zehn Millionen Euro umgesetzt werden. Weitere Informationen unter www.suederelbe.de/zukunftsregion-suederelbe