Land fördert innovatives Pilotprojekt zum Umgang mit Hafensedimenten an der Unterweser

Meyer: „Sedimente nachhaltig nutzen für Klimafolgenanpassung“

Symbolbild

Niedersachsen. Das Land Niedersachsen treibt die Entwicklung einer ökologischen Strategie zum Sedimentmanagement in den Niedersächsischen Ästuaren an Ems, Weser, Jade und Elbe weiter konsequent voran. Baggerkreisläufe sollen verringert und Sedimente aus der Unterhaltung von Wasserstraßen und Häfen möglichst gezielt und bedarfsgerecht verbracht werden. Denn diese können zur Aufhöhung von Watten und Vorländern – als Anpassung an den Meeresspiegelanstieg – dienen. Überschüssiger Schlick soll so möglichst aus diesen Kreisläufen entzogen und an Land eingesetzt werden. Gut geeignet sind die Sedimente insbesondere für Deichbaumaßnahmen oder die Aufhöhung binnenseitiger Flächen.

Passend dazu hat der Segler-Verband Niedersachsen mit weiteren Partnern heute das Pilotprojekt „BAKE – Beiträge zur Anpassung von Küstenregionen durch das Engagement kleiner Häfen“ gestartet. Das Projekt an der Unterweser soll aufzeigen, wie kleine Häfen, insbesondere Sportboothäfen, somit einen konkreten Beitrag zur Klimaresilienz in Küstenregionen leisten können. Wie kann also mit Sedimenten aus der Unterhaltung von Hafenbecken und Zufahrten nachhaltiger umgegangen werden – und wie können die Sedimente der Klimafolgenanpassung an Land dienen?

Das Projekt wird in der ersten Phase mit 150.000 Euro vom Umweltministerium gefördert. „Wir müssen den Umgang mit Sedimenten aus der Gewässer- und Hafenunterhaltung in unseren Küstenregionen neu denken und diese vor allem als wichtige Ressource verstehen, die wir im Rahmen der Klimafolgenanpassung nachhaltig einsetzen wollen“, sagte Umweltminister Christian Meyer am (heutigen) Freitag. Das Projekt BAKE bilde einen weiteren wichtigen Baustein für diese Strategie, so Meyer.

Der Umweltminister nahm an der Auftaktveranstaltung des Projektes in Ovelgönne teil, wie auch etwa 50 Vertreterinnen und Vertretern aus Behörden, Verbänden, Kommunen, Landwirtschaft, Naturschutz sowie dem Wassersport, und übergab symbolisch den Bewilligungsbescheid für das Projekt.

Im Rahmen der ersten Projektphase sollen in Zusammenarbeit von Wasser-, Hafen-, Landwirtschaft, Naturschutz, Kommunen und Wassersport praxisnahe Konzepte für ein ökologisches Sedimentmanagement in kleinen Häfen entwickelt werden, die in den darauffolgenden Projektphasen pilothaft umgesetzt werden sollen.