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  • 17. Juli 2018
Ein Novum in der TV-Geschichte – und Germania ist dabei

Ein Novum in der TV-Geschichte – und Germania ist dabei

Barsinghausen (eb). Mal abgesehen von der prächtig verlaufenen Punktspielsaison in der Fußball-Oberliga hat der 1. FC Germania Egestorf/Langreder nicht nur das Finale im Niedersachsenpokal erreicht, sondern obendrein auch einen Fernsehauftritt. „Finaltag der Amateure“ nennt sich das Unternehmen, dass die ARD am Samstag, 28. Mai, bundesweit im Programm anbietet.

Nun gut, es ist ein erster TV-Auftritt für Germanias Team. Denn durch die Qualifikation für den DFB-Pokal dürfte zumindest eine weitere Fernsehberichterstattung noch folgen. Gleichwohl stellen die TV-Events am 28. Mai einen besonderen Tag für den deutschen Fußball und seine Landesverbände dar – denn: Erstmals präsentiert die ARD die Endspiele um die Landespokale bundesweit in einer großen Live-Konferenz. Die Eckdaten für den Finaltag stehen fest.

Aus lokaler Sicht: Das Endspiel um den Krombacher-Niedersachsenpokal zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und der SV Drochtersen/Assel beginnt um 14.30 Uhr und gehört beim „Finaltag der Amateure“ zum zweiten Konferenzblock. Neben dem Niedersachsenfinale werden in dieser Konferenzschaltung die zeitgleich startenden Endspiele der DFB-Landesverbände Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland übertragen. Auf Ebene des Landesverbandes Rheinland kommt es dabei auf neutralem Platz in Salmrohr zur Partie zwischen dem Kreisligisten (!) SG Niederroßbach gegen den Regionalligisten Eintracht Trier.

Kapitän voran: Mirko Dismer (links – im Zweikampf mit Osnabrücks Hohnstedt) und sein Team schreiben TV-Geschichte.

Kapitän voran: Mirko Dismer (links – im Zweikampf mit Osnabrücks Hohnstedt) und sein Team schreiben TV-Geschichte.

Insgesamt sieht die ARD eine Sendezeit von 12.05 und 19.55 Uhr vor – unterteilt in drei Blöcke. Der Anstoß zu den ersten sechs Live-Partien erfolgt um 12.30 Uhr, die letzten sechs Endspiele werden um 17 Uhr angepfiffen. Als zentrale Standorte für ihre Konferenz hat die ARD das Gazi-Stadion in Stuttgart und das Stadion Essen ausgewählt. Der zweite Konferenzblock (ab 14.30 Uhr) umfasst folgende Paarungen: 1.FC Germania Egestorf/Langreder – SV Drochtersen/Assel; Bremer SV – Blumenthaler SV; Hansa Rostock – FC Schönberg 95 (in Neustrelitz); SpVgg Unterhaching – Würzburger Kickers und SG Niederroßbach – Eintracht Trier (in Samlrohr).

Selbstverständlich haben Großkopferte des Fußballs ihre Meinung zum „Finaltag der Amateure“.  So sagt der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch dazu: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Euphorie alle Beteiligten diese Aktion auf die Beine gestellt und vorangetrieben haben. Der DFB, die Landesverbände und die ARD setzen mit dem Finaltag ein besonderes Zeichen für den Amateurfußball.“

Peter Frymuth, als DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig, ergänzt: „Ein historischer Tag für den Amateurfußball liegt vor uns. Der Finaltag bietet allen Endspielteilnehmern die perfekte Bühne, ihren Traum vom Einzug in den DFB-Pokal zu leben. Die Vorfreude in den Klubs und allen beteiligten Landesverbänden ist deutlich spürbar. Diese faszinierende Wirkung zeichnet die Pokalwettbewerbe aus.“

Und WDR-Sportchef Steffen Simon kommentiert: „Der Finaltag der Amateure ist ein neues Abenteuer, auf das wir uns sehr freuen und das in dieser Form weltweit einmalig ist. Im Gesamtpaket ragt es an die Dimensionen eines sportlichen Großereignisses heran. In den Stadien selbst werden wir bei den einzelnen Spielen Standards haben, wie wir sie aus der 3. Liga kennen.“

Besonders groß ist die Vorfreude natürlich bei NFV-Präsident Karl Rothmund – kein Wunder, ist doch sein Herzensclub mit von der Partie. „Das diesjährige Endspiel um den Krombacher-Niedersachsenpokal unterstreicht den einzigartigen Reiz des Pokals. Es hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass sich im Finale mit Egestorf/Langreder und Drochtersen/Assel zwei ‚Dorfvereine‘ gegenüber stehen werden, die sich in den Halbfinalspielen gegen die Großstadtklubs aus Oldenburg und Osnabrück durchgesetzt haben“, so Rothmund.

Ungläubig: „Da biste platt“ könnte man meinen, so wie Karl Rothmund (Mitte) den Halbfinalsieg seines 1. FC Germania über den VfL Osnabrück beim Elfmeterschießen verfolgte.   Fotos: Bratke

Ungläubig: „Da biste platt“ könnte man meinen, so wie Karl Rothmund (Mitte) den Halbfinalsieg seines 1. FC Germania über den VfL Osnabrück beim Elfmeterschießen verfolgte. Fotos: Bratke

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