• 19. Juni 2018
Geldsegen für 32 Regionsvereine

Geldsegen für 32 Regionsvereine

Region. Sanierung und Renovierung, Abriss, Erneuerung, Einbau und Ausbau oder Rückbau und Umwandlung – Schlagwörter, die den Sportvereine durchaus geläufig sind. Gut, wenn es ehrenamtlich tätige Funktionäre gibt, die weitsichtig planen, um den Bestand von Sportstätten, Vereinsvermögen und -inventar nachhaltig zu sichern. Noch besser, wenn es dafür Zuschüsse gibt.

Von Erk Bratke

Es ist gute Tradition, dass der Regionssportbund (RSB) Hannover jeweils zu Beginn eines Jahres die Vereine mit der „Bewilligung zur Förderung von Sportstättenbaumaßnahmen“ überrascht. Natürlich muss zuvor ein Antrag gestellt worden sein. Auch der Besuch des betreffenden RSB-Seminars (Sportstättenbau) gehört für die Funktionäre dazu. Aber das ist den Betroffenen natürlich bekannt.

Anna-Janina Niebuhr

RSB-Geschäftsführerin Anna-Janina Niebuhr erwartet am 29. Januar die Vertreter von 32 Vereinen aus der Region Hannover, die an den Zuschüssen des LSBs für Sportstättenbaumaßnahmen partizipieren. Fotos: Bratke

Joachim Brandt, Vorsitzender des Regionssportbundes, seine Geschäftsführerin Anna-Janina Niebuhr und ihr Team erwarten am 29. Januar die Vertreter von 32 Vereinen, die dann per symbolischen Scheck ihren bewilligten Zuschuss überreicht bekommen. Wie üblich findet der Termin im Haus der Region an der Hildesheimer Straße statt. Auch drei Barsinghäuser Vereine sind dabei.

Die Geldverteilung passiert aufgrund einer gesetzlichen Grundlage: Der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen e.V. erhält vom Land Niedersachsen jährlich eine Finanzhilfe von 31,5 Millionen Euro. Damit werden diverse Maßnahme im Sport gefördert, wozu auch die Förderung im Sportstättenbau gehören. Vom Land zum LSB, weiter zum RSB bis hin zum Verein – so funktioniert der Geldfluss für die Vereine unserer Region.

Insgesamt lagen dem Regionssportbund Anträge mit einem Auftragsvolumen von rund 1.635.000 Millionen Euro vor. Die förderfähige Gesamtsumme, die dem RSB für 2015 zur Verfügung gestellt wird, beziffert die RSB-Geschäftsführerin auf etwa 422.000 Euro. Prozentual ergab eine Neuregelung die Förderung von 30 Prozent je Maßnahme. „Zehn Prozent mehr als zuvor, dafür sind aber Eigenleistungen nicht mehr förderungsfähig“, verdeutlicht Niebuhr.

B-Platz_Langreder

Die Sportanlage in Langreder putzt sich heraus: Der B-Platz ist saniert und das angrenzende Sportheim wird durch eine Schallschutzdecke isoliert.

Indes dürfen sich drei Vereine aus dem Barsinghäuser Stadtgebiet über die Bewilligung und Förderung ihrer Baumaßnahmen freuen. So plante der TSV Langreder den Einbau einer Schallschutzdecke im umgebauten Sportheim an der Halben Straße. Der TSV Egestorf bekam den Zuschuss für die Umstellung in seiner Sporthalle und Vereinsheim auf LED-Beleuchtung bewilligt. Das dickste Stück vom (örtlichen) Kuchen erhält der 1. FC Germania Egestorf/Langreder, wo die Sanierung des B-Platzes (Instandsetzung, Flutlicht, Beregnungsanlage und Ballfangzaun) auf positives Gehör stieß.

Flutlicht_Langreder

Die Flutlichtanlage an Langreders Sportplätze wurde erweitert.

Während einige Bautätigkeiten und Erneuerungen in Langreder und Egestorf bereits abgeschlossen sind, gibt es bei dem Großprojekt des 1. FC Germania noch einige Dinge zu tun. „Aber auch unsere Leute sind schon sehr weit. Flutlicht und Ballfangzaun ist fertig. Das Spielfeld des B-Platzes sollte also mittlerweile bestens bespielbar sein“, teilte Präsident Torsten Seebeck auf DJ-Anfrage mit.

Gegenüber den Germanen machen lediglich drei Vereine noch fettere Beute: die SpVg Hüpede-Oerie für den Neubau eines Vereinsheims mit Umkleidetrakt, der TV Springe für die energetische Sanierung seiner Tennishalle und der Burgdorfer Golfclub für den Neubau eines Kurzlochplatzes. Auffällig: Bei der Auflistung sucht man Sportvereine aus den Kommunen Gehrden und Wennigsen vergeblich.

Vorstand_Egestorf

Das Egestorfer Vorstandstrio mit Dr. Wolf-Kersten Baumann, Karl-Heinz Tiemann und Uwe Rausch (von links) befindet sich auf Modernisierungskurs. Nach neuen Decken-Heizstrahler in der Halle und der Anschaffung eines Rasenschnittroboters wurde auch die Beleuchtung beim TSV auf LED-Lampen umgestellt.

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