• 23. Oktober 2018
Launiges Farbenspiel beim TSV-Neujahrsempfang

Launiges Farbenspiel beim TSV-Neujahrsempfang

SSK-Empfang-Stadtrat-Georg-Robra

1. Stadtrat Georg Robra

Barsinghausen. So, das wäre dann also auch geklärt: Georg Robra trägt im Herzen Schwarz-Gelb. Der neue Erste Stadtrat ist im „Pott“ groß geworden, hatte auf Aschenplätzen gekickt und sich frühzeitig auf die Dortmunder Borussia eingeschworen. Jetzt lernte der Neu-Deisterstädter auch das grün-weiß-rote Herz des TSV Barsinghausen kennen – beim Neujahrsempfang der Fußballsparte in der örtlichen Stadtsparkasse.

Von Erk Bratke

Nach einigen Gastspielen bei diversen Feuerwehren führte der zehnte dienstliche Tag von Georg Robra also zum Sport. Ein Ressort, das dem neuen Vize-Verwaltungschef zugeordnet ist. Bürgermeister Marc Lahmann – selbst bekennender 96-Fan – hatte seinen neuen Partner vor gut 100 Gästen als Borussen geoutet. „Besser schwarz-gelb als blau-gelb“, scherzte Lahmann als leidenschaftlicher Anhänger der „Roten“ in Anspielung auf den Lieblingsnachbarn aus Peine-Ost, besser bekannt als Eintracht Braunschweig.

SSK-Empfang-Bürgermeister-Marc-Lahmann

Bürgermeister Marc Lahmann

Die Doppelpässe zwischen den beiden Verwaltungsköpfen klappten schon ganz hervorragend. Gemeinsam wolle man in naher Zukunft die Bundesligastadien in Dortmund und Hannover besuchen. Dann aber trat das Farbenpiel zwischen Schwarz-Gelb und Rot in den Hintergrund, denn fortan ging es vor allem um Grün-Weiß-Rot. „Das Herz des TSV, das schlägt am Deisterrand“ – mit der offiziellen TSV-Stadionhymne von Dete Kuhlmann hatte Moderator Holger Bratke den launigen Neujahrsempfang für geladene Gäste in der Schalterhalle der Stadtsparkasse eingeleitet.

Nach kurzen Begrüßungsworten trat zunächst Reinhard Meyer für den SSK-Vorstand und Gastgeber ans Mikrofon. Gern habe er den TSV zu Gast, denn schließlich wolle und müsse man als örtliche Sparkasse Partner der Sports in dieser Stadt sein.

SSK-Vorstand Reinhard Meyer

SSK-Vorstand Reinhard Meyer

Meyer zeigte sich vorbereitet, wusste nicht nur über Mitgliederzahlen im Allgemeinen und den Jugendsport im Speziellen sowie um sportliche Erfolge Bescheid, sondern auch um die Probleme des Vereinssports. Deshalb schickte er aufmunterndes Lob vor allem an das Ehrenamt. „Ohne ihr Engagement, aber auch das der Sponsoren, kann das Alles ja nicht funktionieren“, so Meyer.

In der Folge resümierte TSV-Manager Thomas Körber den sportlichen Verlauf des Jahres 2014. Einen herben Schnitt hatten die TSVer in Bezug auf ihr Flaggschiff unternommen. Einen neuen, blutjungen Trainer habe man verpflichtet. Durchaus ein Risiko, denn die Fußstapfen des langjährigen Coaches Carlo de Cosmo seien schon enorm groß gewesen. „Keine fremden Neuverpflichtungen, sondern ausschließlich Youngster aus der eigenen A-Jugend von Basche United haben wir in den Kader integriert“, erklärte Körber. Dass das zum Ende des Jahres bis in die Spitzengruppe geführt habe, mache ihn stolz. „Dieses Team verdient Respekt, sowohl auf als auch neben dem Platz.“

Und weil es gerade so gut läuft, habe man sich gemeinschaftlich schon zu Beginn des Jahres auf eine Verlängerung des Engagements von Trainer Thorsten Kropp verständigt. Alle Beteiligten seien mit seiner Arbeit hoch zufrieden.

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Moderator Holger Bratke interviewt die Bezirksligaspieler André Brockmann, Dennis Mehrkens und Patrick Pacios (von rechts).

Und apropos Stolz: Auch die drei Bezirksligakicker André Brockmann, Dennis Mehrkens und Patrick Pacios berichteten selbstbewusst von der tags zuvor zu Ende gegangenen Hallenrunde. Das TSV-Team hatte mehrfach in der DeWeZet-Supercup-Serie auf sich aufmerksam gemacht. Bei der Finalrunde hatte es allerdings nicht für einen Platz ganz vorn gereicht. „Dennoch war es ein sensationelles Erlebnis“, schilderte Kapitän Brockmann. Gemeinsam schickten die Aktiven ein Lob an Anhängerschaft der „Barsinghäuser Jungs“, die in der Hamelner Rattenfängerhalle durch einen tollen Support geglänzt hatte.

Denny Mehrkens, noch so ein 96-Fan, ließ es sich nicht nehmen, das vorherige Farb-Geplänkel zwischen Bürgermeister Lahmann und Stadtrat Robra fortzusetzen: „Bei 96 ist es zurzeit ja recht leise und bei den Dortmundern aufgrund der fehlenden Punkte wohl auch. Kommen Sie doch einfach mal zu uns in den REWE-Sportpark. In der Südkurve ist es laut und in dieser Saison haben wir bislang alle Heimspiele gewonnen.“ Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Für Kurzweil sorgten abschließend noch zwei Versteigerungen sowie das von Martin Wildhagen (SSK) präparierte Mini-Torwandschießen – beides zugunsten des Jugendfördervereins der TSV-Kicker. Tolle Aktionen, die Spaß brachten.

Nach rund 60 Minuten war der offizielle Teil des Neujahrstreffens beendet. Es war die mittlerweile achte Auflage dieses Events, das die TSV-Fußballer gern als ihre „Reise von Sponsor zu Sponsor“ titulieren. 2008 wurde mit dem Verfahren im damals neu gebauten Autohaus Guder begonnen. Es folgten Gastspiele im Restaurant „Marmite“ (2009), bei Karl und Alexander Minnich im „TEPU“-Teppichhaus (2010), im Hause „P&H“ (2011), bei Frank Mues im „Motorradlager Barsinghausen“ (2012) und Petra Ludwig im „Seniorensitz am Deister“ (2013) sowie im „REWE-Sportpark“ (2014). Wer Nachfolger der ausrichtenden Stadtsparkasse im Jahr 2016 wird, blieb als einzige Frage an diesem Vormittag offen.

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Beim Torwandschießen: TSV-Manager Thomas Körber.

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