
Hannover. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Region Niedersachsen und die Betriebsgruppe Landwirtschaftskammer der IG BAU lädt in Kooperation mit dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover, morgen um 10 Uhr, zur Pflanzaktion des Baumes des Jahres in Hannover ein.
Mit dieser gemeinsamen Aktion soll auf die Bedeutung des Waldes und des Stadtgrüns, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel hingewiesen werden. Die zunehmenden Sturmschäden, Dürren sowie Brände und der Schädlingsbefall führen zu einer existenzbedrohenden Belastung unserer Wälder und haben auch ihre Auswirkungen auf urbane Park- und Grünflächen. Viele Neuanpflanzungen halten den Wetterextremen, wie langanhaltender Trockenheit im Frühjahr, nicht stand. Die Pflege und Bewirtschaftung muss deshalb an den Klimawandel angepasst werden.
Dafür braucht es Menschen, die im Wald und in den städtischen Grünflächen arbeiten. Die Herausforderungen des Klimawandels erfordern qualifiziertes Fachpersonal. Die Zukunft braucht flächendeckend das Engagement von qualifiziertem und gut bezahltem Fachpersonal in Baum- und Waldpflege, Beratung und Umweltbildung.
Die Pflanzaktion zum Baum des Jahres 2026, der Zitterpappel/Aspe, verstehen Regionalleiter Kai Schwabe (IG BAU) und der Vorsitzende der Betriebsgruppe, Stephan Nachreiner, als eine weitere Zusammenarbeit der IG BAU Region Niedersachsen mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Landeshauptstadt Hannover.
Es ist ein Appel zur Steigerung der Attraktivität der grünen Berufe. „Wir brauchen mehr qualifiziertes Fachpersonal, Einhaltung hoher ökologischer Qualitätsstandards und konsequente Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur ökologischen Entwicklung von Stadtgrün und Wäldern“ fordert Christian Beck, Mitglied im Bundesvorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, in seinem Bericht zur aktuellen Situation der Beschäftigten in den grünen Berufen.
Stefan Meier, der Präsident des Fördervereins „Baum des Jahres“, wird die Bedeutung der Bäume des Jahres als Botschafter für die Artenvielfalt unserer Wald- und Parkgesellschaften erläutern. Es sollen mehr Menschen in Deutschland für Bäume interessiert und auch stärker für deren Belange sensibilisiert werden. Gemeinsam mit Ministerin Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, mit Vertretern der Landwirtschaftskammer, Vertretern der Landeshauptstadt Hannover und der IG BAU wird der Baum des Jahres 2026, die Zitterpappel, symbolisch gepflanzt. Zum Abschluss können sich die Veranstalter und Gäste über die Bedeutung der grünen Berufe und der Förderung der qualifizierten Arbeitsplätze in Wäldern, Park- und Grünflächen austauschen.
Zitat von Ministerin Miriam Staudte:
„Die Pflanzaktion der Aspe als Baum des Jahres zeigt: Wälder und Stadtgrün sind unverzichtbar für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Als klimaresiliente Baumart steht die Aspe beispielhaft für die Bäume der Zukunft und spielt eine wichtige Rolle bei der Wiederbewaldung. Mein Ministerium setzt sich gezielt für klimaresiliente Wälder und urbanes Grün ein. Gemeinsam mit dem Kultusministerium und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sorgen wir für eine qualitativ hochwertige Ausbildung im agrarwirtschaftlichen Sektor und stärken so gezielt den Fachkräftenachwuchs. Denn klar ist: Nur mit gut ausgebildeten Fachkräften können wir unsere Wälder und Städte wirksam an die Klimafolgen anpassen.“








