VHS-Calenberger-Land
  • 25. April 2018
Beachsoccer – auch ein Ding für den 1. FC Wennigser Mark

Beachsoccer – auch ein Ding für den 1. FC Wennigser Mark

Wennigser Mark/Cuxhaven (eb). Der 1. FC Wennigser Mark kann nicht nur Futsal, sondern auch Kicken im Sand. Jetzt sprang für die „Märker“ der Vizetitel bei der Niedersachsenmeisterschaft im Beachsoccer heraus. Nicht unbedingt überraschend, standen doch ausnahmslos junge und routinierte Kicker aus den erfolgreichen Teams des 1. FC Germania Egestorf/Langreder im Aufgebot.

Zum Team des Landes-Vizemeisters zählten Torwart Julian Lenz sowie die Feldspieler Yannick Oelmann, Joshua Siegert, Robin Gaida, Tilman Zychlinski, Suad Smailovic, Marvin Stieler, Sascha Derr, Steven Widdel und Luca Zander. Der Wettbewerb und besonders das Finale der Herren der „Lotto-Beachsoccer Tour 2015“ begeisterte Aktive und Zuschauer im Cuxhavener VGH-Stadion am Meer gleichermaßen.

Nicht nur der Vizetitel für den 1. FC WM fand mediale Aufmerksamkeit. Die NFV-Presse schrieb folgendes: „Mit ausgelassenem Jubel feierten besonders die Strandfußballer und Strandfußballerinnen vom TSV Limmer und dem FC Sulingen ihre grandiosen Erfolge. Das Team aus Limmer setzte sich im Teilnehmerfeld von 16 Frauenteams am Ende im Finale als verdienter Sieger gegen den TV Jahn Delmenhorst durch. Im Neunmeterschießen konnten sich die Spielerinnen vom MTV Markoldendorf den dritten Platz bei der Premiere des Frauenturniers gegen das Team Georg-August Göttingen sichern.“

Und zur Herrenkonkurrenz hieß es: „Der FC Sulingen gewann das Finale der Männerkonkurrenz vor circa 800 Zuschauern im Stadion am Meer gegen das Team vom 1. FC Wennigser Mark und trug sich somit als zweites Team in die Liste der Sieger bei der Beachsoccer-Tour ein. Vorjahressieger BFC Braunschweig landete auf dem dritten Platz, nachdem im Neunmeterschießen der FC Mundial bezwungen worden war.

Und wie sah Tilman Zychlinski den Auftritt seiner Teamkollegen in Cuxhaven? Stolz und zufrieden, aber sichtlich erschöpft – so lagen sie im Sand des Stadions am Meer und waren nach seinen Worten zu Publikumslieblingen avanciert. Hier ist sein Bericht:

Von Tilman Zychlinski

Abgezogen: Der Schuss von Tilman Zychlinski (rechts) verfehlt sein Ziel.

Abgezogen: Der Schuss von Tilman Zychlinski (rechts) verfehlt sein Ziel.

Drei Siege und 20:1 Tore am ersten Tag: Furios gelang der Start am Samstag in das Turnier: Mit Siegen gegen den FC Mundial (4:0), Element H Osnabrück (10:0) und der BSG Natendorf/Lüneburg (6:1) behauptete sich das Team in der Gruppenhase als souveräner Tabellenführer. „Das hat richtig Spaß gemacht – nicht nur auf dem Court zu spielen, sondern auch der Zeitvertreib zwischen den Spielen in der Nordsee und beim Sonnenbaden“, freute sich Marvin Stieler über die Turnierteilnahme.

Zweiter Tag unter neuen Vorzeichen: Entgegen der Auskunft vor Turnierbeginn, dass die beiden Gruppenersten direkt in das Halbfinale einziehen und somit die Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft erreichen würden, wurde kurzerhand der Modus vom Veranstalter geändert und ein Viertelfinale für den Folgetag ausgerufen. Das stellte die Mannschaft vom 1. FC WM vor eine Herkulesaufgabe, da nach der Vorrunde aufgrund von privaten und beruflichen Verpflichtungen nur noch fünf Spieler und damit kein Auswechselspieler mehr zur Verfügung standen.

„Ich möchte wahrlich keinen Spieler sportlich herausheben. Aber mein persönlicher Dank gilt Suad Smailovic, der mit seiner kleinen Familie für dieses Turnier extra seinen Nordsee-Urlaub unterbrochen hat“, berichtete Vereinschef Fabian Miszczyk. Smailovic sorgte sodann im Viertelfinale mit zwei direkt verwandelten Freistoßtoren für den Grundstein zu einem letztlich ungefährdeten 5:2-Erfolg über „Chaos Bittel“. Die Jungs aus der Wennigser Mark wussten mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Willen und dem einem oder anderem Kabinettstückchen zu gefallen. Beispielsweise als Luca Zander mit der Schlusssirene im Halbfinale gegen den letztmaligen Niedersachsenmeister BFC Braunschweig per Fallrückzieher der entscheidende 3:1-Siegtreffer gelang.

Spannendes Finale bis zur letzten Sekunde: Das Finale gegen den FC Sulingen war nichts für schwache Nerven. Auch im dritten Spiel über 20 Minuten im Sand (!) bemühten sich die Märker ein offenes Spiel zu gestalten. „Hier war zu sehen, dass die Belastung ohne Auswechselspieler einfach extrem war. Ich ziehe meinen Hut davor, wie sich meine Jungs unter diesen Umständen durchgebissen haben“, resümierte Miszczyk nach dem mit 0:1 verlorenen Finalspiel. Um Zentimeter verfehlte Steven Widdel in der letzten Sekunde den Ausgleich.

Zum Thema

Nach den großen Erfolgen des 2013 und 2014 in Warnemünde erstmalig ausgetragenen DFB-Beachsoccer-Cups und der Aufnahme von Beachsoccer in den DFB-Masterplan veranstaltete der Niedersächsische Fußballverband in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Turnierserie. „Mit mehreren Qualifikationsturnieren in ganz Niedersachsen und dem Finale in Cuxhaven konnte der Verband neue Maßstäbe in der in Deutschland stark wachsenden Sportart setzen“, heißt es in einer Pressemitteilung des NFV. Die Tour soll eine Möglichkeit für alle Beachsoccer-Freunde schaffen, sich abseits des Rasensports mit dieser modernen und spannenden Variante bekannt zu machen.

Die Lotto-Beachsoccer-Tour ist ein Projekt, welches sich langfristig entwickeln soll. Ein wichtiges Ziel ist es, das sportliche Niveau der Serie stetig zu steigern. Gerade als Küstenregion ist Niedersachsen überaus geeignet, um in Deutschland neben Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern eine feste Größe im Beachsoccer zu werden.

Niedersachsen ist fertig. Die Plätze 1 bis 4 bei den Herren sind nun für den Regionalentscheid Nord-West am 8. August in Damp in Schleswig-Holstein qualifiziert. Der 1. FC Wennigser Mark ist also dabei und hat die Chance, als Sieger dieser „Norddeutschen Meisterschaft“ das Ticket zur Deutschen Meisterschaft des DFB am 15./16. August in Warnemünde zu lösen. Der deutsche Meister wird schließlich am „Euro Winners Cup“, quasi der Champions League des Beachsoccers, im Frühsommer 2016 teilnehmen.

Beach-Team

Vize-Landesmeister: Das Team von Tilman Zychlinski und Suad Smailovic (vorn von links. Foto: privat

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