Praxis fuer Klangmassage
  • 20. Juli 2018
Cup der Region: Und wieder sind die „Löwen“ vorn

Cup der Region: Und wieder sind die „Löwen“ vorn

Barsinghausen (eb/bo). Zu guter Letzt jubelte ein Lokalmatador: Wurde der Cup der Region seit seiner Premiere 1993 im Wesentlichen von Hannover 96, dem SC Langenhagen und dem TSV Havelse dominiert, so ist es inzwischen der heimische JFV Calenberger Land, der dem Turnier seinen Stempel aufdrückt. Die „Löwen“ gewannen Niedersachsens größtes Eintagesturnier für A-Jugendmannschaften im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion souverän.

Bei der 23. Turnierauflage verteidigte der Neu-Regionallist den im Vorjahr gewonnenen ersten Titel verdient durch ein 2:0 im Finale gegen das überraschend starke Bezirksligateam des OSV Hannover. Und was machten die beiden anderen lokalen Teams? Für den SV Gehrden war bereits nach den fünf Vorrundenpartien Schluss. Drei torlose Unentschieden sowie zwei Niederlagen ergaben leidlich Rang 5, der nicht fürs Weiterkommen reichte. Co-Trainer Peter Ressel sprach dennoch von einem zufriedenstellenden Verlauf seines Kreisligateams.

FOTO 1: Frühzeitiges Aus: Kreisligist SV Gehrden verkaufte sich teuer, musste aber bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten.

Frühzeitiges Aus: Kreisligist SV Gehrden verkaufte sich teuer, musste aber bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten.

Das neuformierte Landesligateam von Basche United zeigte sich in der gleichen Vorrundengruppe zwar alles andere als torhungrig, blieb allerdings auch gegen höherklassige Konkurrenz ohne Gegentor. Fünf torlose Unentschieden brachte der Truppe von Trainer Sascha Duy den dritten Gruppenrang. Im Achtelfinale wartete der TuS Garbsen. Zwar waren die Barsinghäuser Jungs überlegen, hatten durch Simon Alpers auch die beste Torchance, doch blieb es unterm Strich abermals bei einem torlosen Remis. Im Elfmeterschießen hatte United dann knapp mit 2:3 das Nachsehen. Raus mit Applaus.

FOTO 2: Weder Tor noch Gegentreffer: Sechsmal spielte Landesligist Basche United 0:0 – dann brachte ein Elfmeterschießen das Aus im Achtelfinale.

Weder Tor noch Gegentreffer: Sechsmal spielte Landesligist Basche United 0:0 – dann brachte ein Elfmeterschießen das Aus im Achtelfinale.

Anlaufschwierigkeiten zeigte der JFV CL. Als klassenhöchster Vertreter startete der spätere Sieger mit zwei Unentschieden eher zurückhaltend in das Turnier. Doch das Team um Kapitän Kris-Lennart Müller steigerte sich im Verlaufe des Cups und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Lediglich einen Gegentreffer kassierten die Calenberger in ihren neun Spielen des Turniers. Das untermauert, dass die Konkurrenz das Team von JFV-Coach Tim Hoffmann nicht ernsthaft in Gefahr bringen konnte. Auch die tapferen von Dennis Gentemann trainierten OSVer wehrten sich im Finale zwar nach Kräften, doch die drei Klassen höher spielender Calenberger ließen keinen Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist und siegten nach Toren von Jakob Obermann und Yannick Kranz standesgemäß.

Dass der OSV in der nunmehr 23-jährigen Turniergeschichte erstmals das Finale und einen Platz auf dem Siegertreppchen erreichte, war für Coach Gentemann ohnehin schon Überraschung genug. In der regulären Spielzeit war seine Mannschaft bis zum Finale in allen Begegnungen ohne Gegentreffer geblieben, hatte dreimal im Elfmeterschießen die Nerven behalten und musste letztlich nur die Übermacht des JFV Calenberger Land anerkennen. „Die waren einfach zu clever. Ansonsten aber haben meine Jungs voll überzeugt und mit dem Erreichen des Endspiels eine Leistung vollbracht, die nicht zu erwarten war“, zollte Gentemann seinen Spielern großes Lob.

Anerkennung gab es auch vom Gegner. „Hut ab vor dem OSV. Die haben gut mitgespielt und standen zu Recht im Finale“, befand Tim Hoffmann. Der Siegertrainer sah sein Team nach einem holprigen Start im Aufwind. „Anfangs waren wir nicht gut. Aber ab dem Viertelfinale haben wir zu unserem Leistungsvermögen gefunden. Dann haben sich unsere individuell große Qualität und unsere mannschaftliche Geschlossenheit verdient durchgesetzt“, so Hoffmann.

Seinen Reiz bezieht der „Cup der Region“ aus der Prämierung. Denn alle 24 teilnehmenden Mannschaften durften sich über einen attraktiven Preis freuen, der Sieger gar über einen Sportartikel-Gutschein im Wert von 1.500 Euro. Auch faires Spiel wurde belohnt: Den Fair-Play-Preis der Sparkasse Hannover und damit 250 Euro für die Mannschaftskasse sicherte sich SV Arminia Hannover (200 Euro) vor JFV Calenberger Land (150 Euro), FC Stern Misburg (100 Euro) und Heesseler SV (50 Euro). Alle Ergebnisse im Internet unter www.nfv.de.

FOTO 3: So sehen Sieger aus: Zum Team des JFV Calenberger Land gehören Fabio Hoffmann, Jakob Obermann, Kris-Lennart Müller, Yannick Kranz, Felix Scharschuch, Vincent Geng, Theo Hesse, Felix Beiser, Yannick Hirtz, Dominik Behnsen, Christoph Jülke, Nascimento Kembo, Jan Thies, Marc Schadwinkel, Ole Schöttelndreier, Hendrik Teichgräber, Marco Ruhnke, Theo Hellwig, Niclas Kölln., Trainer Tim Hoffmann, Co-Trainer Torsten Gaida sowie die Betreuer Kristina Kowohl und Hans-Werner Dieth. Fotos: Borchers

So sehen Sieger aus: Zum Team des JFV Calenberger Land gehören Fabio Hoffmann, Jakob Obermann, Kris-Lennart Müller, Yannick Kranz, Felix Scharschuch, Vincent Geng, Theo Hesse, Felix Beiser, Yannick Hirtz, Dominik Behnsen, Christoph Jülke, Nascimento Kembo, Jan Thies, Marc Schadwinkel, Ole Schöttelndreier, Hendrik Teichgräber, Marco Ruhnke, Theo Hellwig, Niclas Kölln., Trainer Tim Hoffmann, Co-Trainer Torsten Gaida sowie die Betreuer Kristina Kowohl und Hans-Werner Dieth. Fotos: Borchers

Zum Thema

Der „Cup der Region“ wurde erstmalig am 8. August 1993 ausgetragen. Im Jahr 2007 kam es zur Reform. Aus der Veranstaltung, an der bis dahin alle Vereine der NFV-Kreise Hannover-Stadt und Hannover-Land teilnehmen durften, ist ein Einladungsturnier für die besten 24 A-Juniorenmannschaften der beiden Fußballkreise geworden.

Nicht mehr mit dabei sind die „Roten“ von Hannover 96, die bis zur Einführung der A-Junioren-Bundesliga im Jahr 2003 Stammgast waren. Und auch der TSV Havelse, der neunmal das Turnier gewann, verzichtete auf eine Turnierteilnahme, weil der Terminkalender nach dem Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga einen Start beim Cup nicht mehr zulässt.

Das Unternehmen RegioBus unterstützt den „Cup der Region“ gemeinsam mit dem NFV, dem Verkehrsverbund für den Großraum Hannover (GVH) und der Sparkasse Hannover. Weitere Partner sind die üstra AG, die Kreissiedlungsgesellschaft sowie die Gebietskörperschaft „Region Hannover“.

Die Siegertafel

1993: 1. TSV Havelse I, 2. SF Ricklingen, 3. Hannover 96 III
1994: 1. SF Ricklingen, 2. SG Gehrden/Weetzen, 3. SC Wedemark
1995: 1. TSV Havelse, 2. JSG Wacker Neustadt, 3. FC Lehrte
1996: 1. Hannover 96 II, 2. 1. FC Wunstorf, 3. JSG Springe
1997: 1. Hannover 96 II, 2. Fortuna Sachsenross, 3. TSV Havelse I
1998: 1. SF Ricklingen, 2. TuS Marathon Hannover, 3. Stern Misburg
1999: 1. SG Berenbostel/Stelingen, 2. Germania Grasdorf, 3. Hannover 96 I
2000: 1. Hannover 96 II, 2. SG Berenbostel/Stelingen, 3. Germania Grasdorf
2001: 1. TSV Havelse I, 2. TuS Marathon Hannover, 3. TSV Pattensen
2002: 1. Hannover 96, 2. TSV Havelse I, 3. BV Werder Hannover
2003: 1. TSV Havelse I, 2. Germania Grasdorf, 3. TuS Marathon Hannover
2004: 1. TSV Havelse, 2. Germania Grasdorf, 3. Eintracht Hannover
2005: 1. TSV Havelse II, 2. TSV Havelse I, 3. TSV Pattensen
2006: 1. SC Langenhagen, 2. TSV Havelse, 3. SF Ricklingen
2007: 1. SC Langenhagen, 2. Heesseler SV, 3. TSV Havelse
2008: 1. SC Langenhagen und TSV Havelse, 3. TuS Davenstedt
2009: 1. SV Arminia Hannover, 2. SC Langenhagen, 3. JSG Basche United
2010: 1. SC Langenhagen, 2. TSV Havelse, 3. SV Arminia Hannover
2011: 1. SC Langenhagen, 2. TSV Havelse, 3. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide
2012: 1. TSV Havelse, 2. SC Langenhagen, 3. Mellendorfer TV
2013: 1. HSC Hannover, 2. SC Langenhagen, 3. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide
2014: 1. JFV Calenberger Land, 2. Heesseler SV, 3. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

weitere Artikel