• 24. Oktober 2018
Hallenfußball: Jubelarie für die Jungs vom Deister könnte sich noch fortsetzen

Hallenfußball: Jubelarie für die Jungs vom Deister könnte sich noch fortsetzen

Barsinghausen (eb). Was für ein Triumph für die Jungs vom Deister im Hallenfußball! Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder geht als Sportbuzzer-Masters-Sieger 2018 in die Annalen ein. Nach dem Coup des TSV Barsinghausen im Vorjahr bleibt der Pott also am Deister. Zudem stellte der heimische Regionalligist mit Hendrik Weydandt einen der besten Akteure des Turniers. Stark auch der Sieg von Niklas Eberhardt und Robin Abram (TSV B) beim gleichzeitig veranstalteten FIFA 18-Masters-Turnier. Gratulation!

Während für die Germanen die Hallenrunde 2017/2018 beendet ist, haben die Spezialisten vom TSV Barsinghausen noch etwas Großes vor. Am kommenden Wochenende nehmen sie an der Finalrunde des Dewezet-Supercups in der Hamelner Rattenfängerhalle teil – doch dazu später mehr…

Sportbuzzer-Masters

Sonntagmittag, kurz vor halb Zwölf – Treffpunkt Ernst-Reuter-Schule in Egestorf, wo zwei Busse ihren vorrübergehenden Parkplatz finden, um die rund 70 wartenden Anhänger des 1. FC Germania Egestorf/Langreder aufzunehmen und sie zum Sportbuzzer-Masters nach Hannover zu kutschieren. Fan-Schals, die obligatorischen Germanen-Hörner auf dem Kopf sowie viel gute Laune und einige „Spaßmacher“ im Gepäck – dann ging’s los zum Hallenfußball in Richtung Landeshauptstadt.

„Da noch einige Fans auf eigene Faust mit dem Auto anreisen werden, sollte unser Tross wohl so um die 100 Personen zählen“, schätzte Jugendleiter Holger Giese die Zahl der FC-Anhängerschaft in der Swiss Life-Hall ein. Giese selbst war freilich besonders gut gelaunt, hatte der eingefleischte Fan des 1. FC Köln doch tags zuvor noch den 2:0-Erfolg seines anderen FC beim Hamburger SV im Clubheim an der Ammerke genossen und bejubelt.

Schon in Jubellaune: Bei der Abfahrt an der Ernst-Reuter-Schule war Holger Giese mittendrin.

Schon in Jubellaune: Bei der Abfahrt an der Ernst-Reuter-Schule war Holger Giese mittendrin.

Giese durfte weiter jubeln.Viertel vor Zwei und die Germanen hatten einen prächtigen Auftakt hingelegt: Gegen den TuS Davenstedt, einen der Geheimfavoriten, gelang dem Regionalligisten ein souveränes 4:0. Dabei machte insbesondere Hendrik Weydandt auf sich aufmerksam. Der Torjäger sorgte bis zur 9. Spielminute für einen beruhigenden 3:0-Vorsprung. Prima Start in der Vorrundengruppe A. Obendrein schoss sich Egestorfs Torjäger mit seinem Hattrick auf einen guten Weg in Richtung Torjägerkanone. Dominik Behnsen markierte den Treffer zum 4:0-Endstand.

Für die Davenstedter – einer der Top-Qualifikanten – war es nach dem vorherigen 0:2 gegen den SV BE Steimbke bereits die zweite Niederlage und somit das überraschend frühzeitige Aus beim Masters. Noch überraschender ereilte auch den TSV Havelse in der Gruppe B das Vorrunden-Aus. Der Regionalligist verlor zum Start geggen den HSC Hannover mit 0:1. Gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (in der Neuauflage des 2016er Finals) kassierten die Garbsener dann eine derbe 0:5-Klatsche.

Schussgewaltig: Torjäger Hendrik Weydandt (rechts) gehörte zu den besten Spielern des Turniers.

Schussgewaltig: Torjäger Hendrik Weydandt (rechts) gehörte zu den besten Spielern des Turniers.

Indes jubelten Germanias Nachwuchschef und seine Mitfahrer weiter – über drei Tore im zweiten Gruppenspiel gegen Steimbke. Die FC-Treffer erzielten Kevin Schumacher, Behnsen und erneut Weydandt. Am Ende gab’s gegen den Vertreter aus dem Landkreis Nienburg ein 3:3-Unentschieden, was den Gruppensieg einbrachte. Im Viertelfinale wartete mit dem TSV KK der Masters-Sieger 2016 und jetzige Zweitplatzierte der Gruppe B.

15.36 Uhr und der Egestorfer Jubel geht weiter – lautstark. Nachdem die Partie in der regulären Spielzeit 1:1 geendet hatte, entschied die Zimmermann-Truppe das Neunmeterschießen für sich und zog als erstes Team ins Halbfinale ein. Marco Schikora hatte Germania in Führung gebracht, Krähen-Spieler Ole Pfeuffer aber kurz vor Spielschluss noch den Ausgleich besorgt. Im Entscheidungsschießen blieben die Egestorfer Schützen Stieler, Weydandt und Schumacher cool und erfolgreich, während beim Marcel Kunstmann an FC-Keeper Ole Schöttelndreier scheiterte.

Um 16.42 Uhr stand der nächste Sieg fest. Ein enges Halbfinale, in dem der drei Klassen tiefer spielende FC Lehrte (Bezirksliga) den Germanen alles abverlangte. Doch nach Treffern von Schumacher und Schikora war auch diese Hürde geschafft. Mit dem Heesseler SV wartete im Finale nicht nur der aktuelle Landesliga-Tabellenzweite, sondern auch ein Team, dass in den K.O.-Spielen kein Gegentor kassiert hatte (5:0 gegen Stelingen und 1:0 gegen HSC).

Masters-Sieger 2018: Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder bejubelt den Cupgewinn.

Masters-Sieger 2018: Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder bejubelt den Cupgewinn.

Reporterlegende: Auch „Rollo“ Furhmann (links) versuchte sich beim eSports. Fotos: Bratke/Kahre/Körber

Reporterlegende: Auch „Rollo“ Furhmann (links) versuchte sich beim eSports. Fotos: Bratke/Kahre/Körber

„Ein sehr knappes Ding“, urteilte Reporterlegende Rolf „Rollo“ Fuhrmann unmittelbar nach dem 2:1-Sieg der Germanen. Richtig. Zwar hatte Sebastian Baar die frühe Führung erzielt, woraufhin der Favorit auf eine kompakte Defensive setzte. Heessel zeigte sich fortan als das aktivere Team und kam eine Minute vor Schluss durch Kai-Niklas Marx zum Auslgeich. Aber nur Sekunden später fälschte Dominik Behnsen einen Schuss von Björn Lindemann zum Siegtreffer ab. Jubel – Abpfiff – Masters-Sieger – Jubelarie!

Holger Giese kommentierte gegenüber dem DEISTER JOURNAL so: „Auch ohne Germania-Brille – die spielerisch beste Mannschaft hat gewonnen. Allerdings war Heessel im Finale ein Super-Gegner.“ Indes hatten auch die Nachwuchsteams des JFV Calenberger Land (U14 und U18) ihre Finaltickets für die Futsal-Bezirksmeisterschaft gelöst. So kann es weitergehen – für Holger Giese und seinen FC. Vielleicht schon am kommenden Wochenende. Am Sonntag, 28. Januar (14 Uhr) empfängt Germania die U21 des Hamburger SV zum Regionalliga-Punktspiel an der Ammerke. HSV? Da war doch was…richtig: Jubel!

FIFA 18-Masters

Ach ja, gejubelt wurde in Hannover übrigens auch beim TSV Barsinghausen – allerdings nicht in der Halle, sondern beim FIFA 18-Masters-Turnier im Foyer der Swiss Life-Hall. Während die „Barsinghäuser Jungs“ als Titelverteidiger des Vorjahres in der Qualifikation zu wenig Punkte eingespielt hatten und somit erstmals bei der Masters-Finalrunde fehlten, sorgten Robin Abram und Niklas Eberhardt als TSV-Duo an der Play-Station für Furore. Auch bei diesem Wettbewerb waren zwölf Teams angetreten. Die beiden TSVer vertraten die Farben von Paris Saint-Germain (PSG). Der 1. FC Germania hatte Delil Sincar und Sascha Derr (Bayern München) gemeldet.

Spiel läuft: Das TSV-Duo Eberhard/Abram im FIFA 18-Duell.

Spiel läuft: Das TSV-Duo Eberhard/Abram im FIFA 18-Duell.

Nach einem 1:4 gegen den TSV Stelingen (Manchester United) und einem 2:2 gegen den VfV Hainholz (FC Liverpool) war für die beiden Egestorfer bereits nach der Vorrunde Schluss. Dagegen setzten sich die beiden Barsinghäuser zunächst gegen den SC Lohnde 96 (Atletico Madrid) mit 4:3 durch und erreichten trotz einer 1:3-Niederlage gegen den TSV Bemerode (FC Chelsea) mit Gruppenplatz 2 das Viertelfinale. Dort schalteten Abram/Eberhardt den TSV Stelingen (Man Utd) mit 4:2 aus. Im Halbfinale gelang den TSVern erneut ein Sieg – 3:2 über den TuS Garbsen (FC Barcelona). Kein Halten mehr im Finale, wo „Nicki & Robin“ dem VfV Hainholz (Luke Maletzki und Marc Wystup) mit 5:0 quasi den Controller aus der Hand schossen.

Gratulation zum Sieg: Die TSVer Robin Abram und Niklas Eberhardt (von links) avancierten in der Swiss Life-Hall zu FIFA 18-Masters-Siegern. Fotos: Körber

Gratulation zum Sieg: Die TSVer Robin Abram und Niklas Eberhardt (von links) avancierten in der Swiss Life-Hall zu FIFA 18-Masters-Siegern. Fotos: Körber

Dewezet-Supercup

Und die Jubelarie am Deister könnte sogar noch fortgesetzt werden, und zwar schon am kommenden Wochenende. Dann nämlich startet der TSV Barsinghausen zum vierten Mal in Folge beim Dewezet-Supercup. In der Rattenfängerhalle geht mittlerweile die elfte Auflage dieses Masters-Turnier über die Bühne. Wie in den Vorjahren konnten sich alle 1. Herrenteams der Clubs aus dem Kreis Hameln-Pyrmont für den Supercup qualifizieren – unabhängig von der Spielklasse. Gleiches galt aber auch für Mannschaften aus den Nachbarlandkreisen Schaumburg, Holzminden, Hildesheim und Ostwestfalen-Lippe sowie aus der Region Hannover, zu denen auch der Titelverteidger FC Eldagsen und eben der TSV Barsinghausen gehören.

Das Top 12-Starterfeld wurde am vergangenen Wochenende bei einigen letzten Quali-Turnieren festgezurrt. Die „Barsinghäuser Jungs“ standen bereits zuvor als Finalteilnehmer des mit über 5600 Euro dotierten Budenzaubers fest (Platz 3 in der Quali-Tabelle). Mehr Punkte spielten nur der SV Lachem-Haverbeck und HSC/BW Tündern ein. Neben diesem Trio qualifizierten sich außerdem: SSG Halvestorf, TSV Bisperode, Germania Hagen, TSV Pegesdorf, MTSV Aerzen, TSG Emmertahl, SV Evesen, SG GoLüWa und nicht zuletzt der FC Springe. Titelverteidiger Eldagsen verpasste ebenso wie Preußen Hameln, der FC Stadthagen oder auch der SV Weetzen das Ziel.

So soll's weitergehen: Mit dem Sieg beim „Hallo-Cup 2017“ begann der TSV Barsinghausen das Punktesammeln für die Hallen-Masters. Foto: Bratke

So soll’s weitergehen: Mit dem Sieg beim „Hallo-Cup 2017“ begann der TSV Barsinghausen das Punktesammeln für die Hallen-Masters. Foto: Bratke

Bei der Auslosung der Vorrundengruppen vertrat Jens Widdel die Farben des TSV Barsinghausen – ihm gegenüber mit Ricardo Diaz-Garcia ein Ex-Barsinghäuser und jetzige Trainer von Kontrahent FC Springe. Die Springer wurden der Gruppe B zugelost, wo sie auf Turnierfavorit SV Lachem und die SSG Halvestorf treffen. Drei Bezirksligisten – das verspricht Spannung. Ähnlich spannend könnte es in der Gruppe C zugehen, wo „Underdog“ TSV Bisperode auf die Mitfavoriten aus Evesen und Barsinghausen trifft. „Basche war schon in den letzten Jahren immer vorne dabei und der VfR stellt bis dato das einzige Team, das die Lachemer in dieser Hallensaison in der regulären Spielzeit geschlagen hat“, kommentierte die Hamelner Presse.

Livestream von der Auslosung unter http://www.awesa.de/fussball/meldungen/27148.htm

Der Spielplan sieht für die „Barsinghäuser Jungs“ zunächst folgendes Programm vor: um 15.42 Uhr gegen den VfR Evesen und um 16.50 Uhr gegen den TSV Bisperode. Großen Jubel dürfte es geben, wenn die TSVer um 20.25 Uhr immer noch in der Halle stehen. Dann wird nämlich das Finale des 11. Dewezet-Supercups angepfiffen. Die bisherige Auftrittsserie des TSV B in Hameln lautet: Aus nach der Vorrunde in 2015, Platz 2 in 2016 und Platz 4 in 2017.

Basche-Cup

Helle Freude auch bei den Fußballerinnen des TSV Barsinghausen, die ihren ersten Sieg seit der Gründung im Sommer 2017 bejubelten und obendrein eine weitere Premiere feierten: Mit viel Aufwand hatten die Kreisliga-Fußballerinnen den „Basche-Cup“ ins Leben gerufen. „War okay“, beurteilte Coach Herbert Steding in seiner ureigenen Art die erstmalige Ausrichtung, zu der insgesamt zehn Teams in der Sporthalle der KGS-Goetheschule angetreten waren. Rein sportlich sprang für das in der Punktspielrunde noch sieglose TSV-Damenteam ein erster Sieg heraus. Das brachte letztlich den 8. Platz ein. Merle Stock erzielte das goldene Tor gegen Borussia Empelde. Zuvor hatten die TSV-Frauen bereits den Treffer von Johanna Behnsen bejubelt, der ein 1:1 gegen ETSV Haste einbrachte.

Erster Sieg: Die Frauen des TSV Barsinghausen konnten beim „Basche-Cup“ ihren ersten Sieg seit der Gründung im vergangenen Sommer bejubeln. Foto: privat

Erster Sieg: Die Frauen des TSV Barsinghausen konnten beim „Basche-Cup“ ihren ersten Sieg seit der Gründung im vergangenen Sommer bejubeln. Foto: privat

Den Turniersieg feierete indes der TSV Luthe, der mit Kathrin Schrader auch die treffsicherte Torjägerin in seinen Reihen hatte. Zur besten Torhüterin avancierte Patricia Rosatt von Borussia Empelde. Die örtlichen Vertreter vom VSV Hohenbostel und der FSG Egestorf/Langreder/Kirchdorf/Wennigsen landeten auf Rang 7 beziehungsweise 6.

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