• 20. November 2018
Über 100 Autoaufbrüche in nur sieben Wochen

Über 100 Autoaufbrüche in nur sieben Wochen

Region Hannover (wk). In der gesamten Region Hannover ist es seit Jahresbeginn bereits zu über 100 Autoaufbrüchen gekommen. Die Polizei gibt Tipps, wie Fahrzeughalter schon durch einfache Maßnahmen Vorsorge treffen können. Einer der Schwerpunkte im Umland in Sachen Autoaufbrüche ist das Stadtgebiet von Barsinghausen.

Seit Jahresbeginn wurden bei der Polizeidirektion (PD) Hannover mehr als 100 Autoaufbrüche angezeigt. Dabei hatten es die Täter überwiegend auf Multifunktions-Lenkräder und den darin verbauten Airbags sowie fest installierte Navis abgesehen. Rund 20 Taten ereigneten sich allein im Zeitraum vom 8. bis zum 10. Februar 2018. Die Tatorte lagen im Stadtgebiet unter anderem in den Bereichen rund um die Eilenriede, entlang der Bundesstraße 6 in Linden/Limmer sowie des Südschnellwegs. Im Umland waren vor allem Barsinghausen, die Wedemark, Isernhagen, Langenhagen, Seelze und Garbsen betroffen.

In der großen Mehrzahl der Fälle handelt es sich bei den aufgebrochenen Fahrzeugen um private Autos. Überwiegend favorisierten die Täter bei den angezeigten Taten Fahrzeuge der Marken BMW, Daimler Benz und VW.

Hohe Reparaturkosten

Die Reparaturkosten belaufen sich im Schnitt auf 8 000 Euro (je nach Hersteller und Diebesgut) oder mehr und bedeuten für die Halter oft viel Zeitaufwand und Ärger. Ist ein Fahrzeug mehrfach betroffen, besteht die Gefahr, dass der Versicherungsschutz erlischt. Insgesamt entsteht durch die Reparaturkosten jährlich ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden, der sich auch auf die Versicherungsbeiträge niederschlägt.

Allein in der Region Hannover ist seit Jahresbeginn bereits ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden. Um Aufbrüche zu verhindern, ist die Polizei vor allem auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Autobesitzer können oftmals schon mit wenig Aufwand einen Aufbruch ihres Wagens erschweren und somit oftmals verhindern.

Beliebte Beute: Multifunktionslenkräder samt Airbags und fesr installierte Navigationsgeräte. Fotos: Polizei

Beliebte Beute: Multifunktionslenkräder samt Airbags und fesr installierte Navigationsgeräte. Fotos: Polizei

Tipps der Polizei

  • Die sicherste Methode, dass die Täter ohne Ihren Airbag, Ihr Navi und Ihre Wertgegenstände die Flucht ergreifen, ist die Installation einer Alarmanlage. In allen Fällen, in denen eine Alarmanlage in den Autos verbaut war, haben die Täter den Aufbruchsversuch abgebrochen und sind ohne Navis oder Airbags geflüchtet.
  • Bei den Alarmanlagen gibt es unterschiedliche Varianten, unter anderem sowohl mit optischem als auch akustischem Alarm. Neben diesen offensichtlichen Signalen gibt es auch Anlagen, die einen stillen Alarm an den Halter oder eine Sicherheitsfirma senden. Der Einbau verschiedener Alarmanlagen wird sowohl von Vertrags- als auch freien Werkstätten angeboten. Vergewissern Sie sich, dass die Alarmanlage richtig eingestellt ist.
  • Egal, ob Sie sich für die Installation einer Alarmanlage entscheiden oder ihr Fahrzeug bereits über eine Anlage verfügt – prüfen Sie, ob sie tatsächlich aktiviert ist!
  • Eine kostengünstigere Alternative ist die Aktivierung der Kindersicherung. Damit verhindert man, dass die Diebe, wie in den meisten Fällen, über die Dreiecksscheiben die hinteren Türen öffnen.
  • Hilfreich sind darüber hinaus Autoglas-Schutzfolien. Sie werden an Seiten- und Heckscheiben angebracht, um die Zerstörung des Glases zu verzögern.
  • Viele Aufbrüche finden in den späten Abendstunden beziehungsweise zur Nachtzeit statt. Wenn Sie verdächtige Personen an Fahrzeugen wahrnehmen, informieren Sie die zuständige Polizeidienststelle oder wählen Sie den Notruf.

Ausführliche Informationen zu Sicherungsmaßnahmen finden Sie auf der Homepage der PD Hannover unter KFZ-Kriminalität sowie unter dem Link Polizei-Beratung

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