Buchtipp zum Fest: „Das musst du in Basche gesehen haben“ von Ralf Orlowski

Geschenktipp - nicht nur zum Weihnachtsfest: Das Buch
Geschenktipp - nicht nur zum Weihnachtsfest: Das Buch "Das musst du in Basche gesehen haben" von Ralf Orloswski mit Texten von Wolf Kasse.

Barsinghausen. Der aktuelle Corona-Lockdown so kurz vor Weihnachten stellt viele Menschen vor große Probleme. Was tun mit der unfreiwilligen Freizeit, die man in den eigenen vier Wänden verbringen soll? Lesen ist eine gute Idee, und ein Buchgeschenk zu Weihnachten ist es allemal. Empfehlenswert ist das Buch „Das musst du in Basche gesehen haben“. Es stammt von dem Fotografen Ralf Orlowski aus Wennigsen, der rund ein Jahr lang mit der Kamera in Barsinghausen unterwegs war und ganz eigene Blicke auf die Deisterstadt geworfen hat. Die Texte zum Buch stammen aus der Feder von Wolf Kasse, der seit mehr als 40 Jahren als Redakteur in der Region Hannover tätig ist – unter anderem auch als Herausgeber des Deister Journal.

Das Buch „Das musst du in Basche gesehen haben“ ist mit einem Hardcover versehen und im örtlichen Buchhandel, unter anderem im Bücherhaus am Thie, für 19,90 € erhältlich. Das funktioniert auch in diesen Zeiten per Einzelabholung.

Ralf Orlowski nimmt seine Leser mit auf eine visuelle Reise durch Barsinghausen. Fernab der typischen Postkartenmotive blickt er aus besonderen Perspektiven auf seine Motive, zum Einsatz kam dabei auch des Öfteren die professionelle Fotodrohne, mit der Orlowski im normalen Berufsalltag Baudokumentationen erstellt. Auch wenn Rald Orlowski gebürtiger Wennigser ist, so merkt man seinem Basche-Buch doch eine besondere Verbundenheit an. Seine Großeltern stammen aus Barsinghausen, und so lernte er die Stadt schon mit Kindesaugen kennen.

Die Bilderreise führt in das altehrwürdige Kloster, nimmt den Betrachter mit unter Tage in die faszinierende Vergangenheit der Bergleute, zeigt die City aus der Luft und in interessanten Details. Es gibt einen Ausflug in die Kunstszene, und natürlich darf auch ein Besuch der Deister-Freilicht-Bühne nicht fehlen. Ein ganz besonderes Kleinod findet sich in Groß Munzel, genauer gesagt im Garten von Aleksandra Pristin. Hier verschmelzen Kunst und Kultur in schon fast mystisch anmutender Art und Weise. Das Buch führt aber auch auf die Spuren jüdischer Kultur in Barsinghausen, die urkundlich nachgewiesen bis zum Jahr 1702 belegt ist.

Eine typische „Landmarke“ der Deisterstadt ist die Wichtringhäuser Mühle der Familie Weber. Der Galerie-Holländer wurde 1752 als erste Holländermühle in der Region erbaut. Von Wichtringhausen geht es nach Barrigsen, wo eine rege Dorfgemeinschaft das Barrigser Backhaus errichtet hat. Und natürlich darf auch ein Ausflug in den Deister nicht fehlen – zu diesem Thema hat Ralf Orlowski bereits eigene Bücher veröffentlicht.

Wer jetzt neugierig auf diesen besonderen Barsinghäuser Augenblick geworden ist, dem sei das Buch ans Herz gelegt. Die beiden Autoren freuen sich auch über ein Feedback aus der Leserschaft. Das nächste Buch des Duos ist übrigens bereits in Arbeit – es wird einen liebevollen Blick auf die Stadt Springe werfen.